Bundesliga

122,6 Millionen: Rekord-Etat bei Hertha

Hertha gibt so viel noch nie für Personal aus: 61,9 Millionen. Nur der Zuschauer-Schnitt (49.500) bleibt unverändert

Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller

Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Berlin.  Beim Thema Finanzen sorgt der neue lukrative Fernseh-Vertrag für gute Laune bei den Finanzchefs der Fußball-Bundesliga. So präsentierte Ingo Schiller, Geschäftsführer Finanzen von Hertha BSC, die Planung für die Saison 2017/18 mit den Worten: „Solchen Zahlen hatten wir noch nie bei Hertha BSC.“

Das Fußball-Profigeschäft wächst in jeder Rubrik: Bei den Einnahmen plant der Hauptstadt-Klub das kommende Spieljahr mit 122,6 Millionen Euro (verglichen mit 102 für die aktuelle Saison). Den größten Anteil steuern die 61,9 Millionen Euro aus den TV/Medien-Rechten bei (nationale und internationale Vermarktung, Europa League, DFB-Pokal).

„Steigt das Wasser, steigen alle Schiffe mit“

Auch die Ausgaben steigen in neue Dimensionen. So kalkuliert Hertha mit Aufwendungen von 122,1 Millionen Euro. Den Löwen-Anteil gibt der Klub für Personal aus: 61,9 Millionen Euro (aktuell: 46,9 Mio. Euro). Schiller sagte mit Blick darauf, dass auch die anderen Klubs mehr Geld zur Verfügung haben: „Wenn das Wasser steigt, steigen alle Schiffe mit.“

Wichtig für Hertha war, „dass es uns gelungen ist, uns von relevanten Mitbewerbern in der TV-Geldrangliste wegzubewegen.“ Da liegt Hertha mittlerweile vor dem HSV, Bremen, Mainz, Augsburg, Stuttgart und Hannover.

Wie in der Vorsaison kalkuliert Hertha mit einem Zuschauerschnitt von 49.500 Zuschauern (inklusive Freikarten). Zudem ist Schiller zuversichtlich, bis zum Saisonstart Mitte August einen Ärmelsponsor präsentieren zu können. Bisher war dieser Platz auf dem Trikot zentral vermarktet worden. Ab 2017/18 dürfen die Vereine den Ärmel selbst vermarkten.

Die Herausforderung Erwartungsmanagement

Trotz der hohen Zahlen warnt Schiller vor zu hohen Erwartungen. Hertha gehört finanziell bei weitem nicht zu den Topklubs der Liga. Schiller: „Wir liegen mit unserem Etat im Mittelfeld der Liga“. Durch die Qualifikation für die Europa League warten von August bis Dezember auf Hertha 26 Pflichtspiele (17xBundesliga, 6xEuropa League, bis zu 3xDFB-Pokal) - darunter zehn englische Wochen.