Crowdlending

Hertha bekommt in Windeseile eine Million Euro von Fans

Auch Herthas zweite digitale Finanzierungsrunde schlägt voll ein. Die Mitglieder leihen dem Klub in wenigen Minuten eine Million Euro.

Investitionsfreudig: Die Anhänger von Hertha BSC

Investitionsfreudig: Die Anhänger von Hertha BSC

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Berlin.  Das ging flott: Herthas zweite digitale Finanzierungsrunde war am Sonntagmittag ähnlich schnell erfolgreich wie die Crowdlending-Premiere im Mai 2016. Eine Million Euro hatte sich der Berliner Bundesligist von seinen Mitgliedern leihen wollen. Ab 12 Uhr konnten Anleger über die Online-Plattform „Kapilendo“ investieren. Nach nicht einmal zehn Minuten war die angestrebte Millionenmarke bereits erreicht.

Zwölf Sekunden schneller als bei Premiere 2016

„Es ist unglaublich, dass diese Summe schon nach wenigen Minuten von den Mitgliedern gezeichnet worden ist. Wir bedanken uns für das Vertrauen“, sagte Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller. Mit neun Minuten und elf Sekunden gab „Kapilendo“ die Verkaufszeit an – und sprach von einem „Europa-Rekord“.

Insgesamt möchte Hertha 1,5 Millionen Euro von seinen Fans leihen. Am Sonntag hatten lediglich Vereinsmitglieder investieren dürfen. Ab Dienstag (18 Uhr) haben auch Nicht-Mitglieder die Chance, ihr Geld anzulegen. Dann lässt Hertha die verbleibenden 500.000 Euro zeichnen.

Ab Dienstag können auch Nicht-Mitglieder investieren

Anleger können zwischen 100 und 10.000 Euro investieren. Jeder Betrag wird mit 4,0 Prozent pro Jahr verzinst und nach drei Jahren zurückgezahlt. Bei der ersten Finanzierungsrunde hatte Hertha 2016 innerhalb von neun Minuten und 23 Sekunden die damals angestrebte Summe von einer Millionen Euro gesammelt.

Investiert werden soll das Geld in Herthas Fußball-Akademie. „Der Erlös fließt in den Ausbau unserer Nachwuchsarbeit“, hatte Schiller erklärt. Unter anderem sind der Bau eines medizinischen Zentrums und die Erneuerung von Kunstrasenplätzen geplant.

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