Marcelinho-Abschied

Marcelinho-Spiel: Wirbel um Herthas Kult-Trainer Röber

Röber beklagt, vom Veranstalter nicht ausreichend Infos für die Partie im Olympiastadion bekommen zu haben. Die Agentur widerspricht.

Abschiedsspiel für Marcelinho (r): Frank Zander und Maskottchen Herthinho feierten mit 27.235 Fans im Olympiastadion. Es fehlte Trainer Jürgen Röber

Abschiedsspiel für Marcelinho (r): Frank Zander und Maskottchen Herthinho feierten mit 27.235 Fans im Olympiastadion. Es fehlte Trainer Jürgen Röber

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Die Party in der Puro Sky-Lounge des Europacenters dauerte bis morgens um 7 Uhr. Ex-Manager Dieter Hoeneß erinnerte in einer Rede an die vielen besonderen Momente, die er mit Marcelinho bei Hertha BSC erlebt hat. Für Aufsehen beim Abschiedsspiel für Marcelinho vor 27.725 Zuschauern sorgte, dass der angekündigte Jürgen Röber, der das Team "Brazil & Friends" coachen sollte, nicht wie von den Veranstaltern angekündigt im Olympiastadion war.

Auf Anfrage der Morgenpost sagte Röber: "Ich wäre sehr gern dabei gewesen. Aber ich habe nur halbherzige Infos bekommen. Es gab vor Monaten ein Telefonat. Da war die Rede von einer Einladung, aber es ging mit keinem Wort darum, dass ich Trainer einer der Mannschaften sein sollte."

Wer sagt die Wahrheit?

Röber hatte sich von 1996 bis 2002 den Status als Kulttrainer von Hertha erarbeitet. Der heute 63-Jährige hat damals viele der Akteure betreute, die am Sonnabend ihren Spaß hatten (Marcelinho, Gabor Kiraly, Dick van Burik, Marko Rehmer, Andreas Schmidt, Michael Hartmann, Stefan Beinlich ...)

Christian Howaldt von der veranstaltenden Agentur "Public Events", die regelmäßig solche Sportevents organisiert, widersprach. "Ich habe vor drei oder vier Monaten ausführlich mit Jürgen Röber telefoniert", sagte Howaldt der Morgenpost. "Es ging sogar um Details: Etwa dass wir für Röbers Team Paulo Sergio mitbringen könnten." Er bestätigte jedoch, dass es in den vergangenen Wochen keinen Kontakt mehr zu Röber gegeben habe.

Röber verbrachte das Wochenende in Ankara

Röber bleibt bei seiner Darstellung. "Es wurden mir E-Mails zugesagt mit allen ­Details. Die habe ich nie erhalten. Und ich bin nun mal nicht um die Ecke, ­sondern 3500 Kilometer entfernt." Röber lebt in Ankara. Sein Vertrag als Sportdirektor von Osmanlispor FK läuft bis zum 30. Juni.

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