Nach Spiel gegen Bayern

Hertha-Trainer Dardai hat "nicht eine Minute geschlafen"

Das hochdramatische 1:1 gegen Bayern München war für Hertha-Spieler und Trainerstab nicht so einfach aus den Gliedern zu schütteln.

Pal Dardai

Pal Dardai

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Das hochdramatische 1:1 gegen Rekordmeister Bayern München war für die Hertha-Spieler und den Trainerstab am Sonntag beim Auslaufen auf dem Schenckendorffplatz nicht so einfach aus den Gliedern zu schütteln. „Ich habe nicht mal eine Minute geschlafen – die ganzen Emotionen, das ganze Adrenalin. Dann überlegst du: schade diese letzte Minute, aber wir müssen daraus lernen, weil man das besser verteidigen kann“, sagte Chefcoach Pal Dardai und zog eine Bilanz des Spiels, das erst in der sechsten Minute der Nachspielzeit durch einen Treffer von Robert Lewandowski glücklich für den Gast entschieden worden war.

„Natürlich wäre es nicht unverdient gewesen, wenn wir gewonnen hätten. Aber Fußball ist so, man spielt so lange, bis der Schiedsrichter abpfeift. Wir haben insgesamt 98 Minuten gespielt. In der ersten Hälfte gab es auch schon eine Minute Nachspielzeit“, rechnete der Ungar vor, der mit Schiedsrichter Patrick Ittrich aus Hamburg mit einer Ausnahme zufrieden war: „Ich bin nicht böse auf ihn, ich bin nur sauer wegen dieser einen Minute. Wenn fünf Minuten angezeigt werden, dann müssen sie auch nur fünf Minuten nachspielen lassen.“

Hertha muss aber möglichst schnell zur Tagesordnung übergehen, das nächste Heimspiel steht vor der Tür. „Im Frankfurt-Spiel gibt’s einen neuen Rasen, wenn wir das gewinnen, sind alle happy“, erklärte Dardai, der ein ausgelobtes Essen für sein Team nicht zahlen muss: „Ich habe der Mannschaft in der Sitzung angeboten: Wenn wir ein Kontertor machen, dann zahle ich ein komplettes Essen für die ganze Mannschaft. Leider haben wir das nicht hingekriegt, mein Taschengeld bleibt bei mir.“

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