Sicherheit bei Fußballspiel

Hertha-Fans droht langes Warten vor Topspiel gegen Bayern

Das Olympiastadion öffnet bereits zweieinhalb Stunden vor dem Anpfiff. Wegen der Sicherheitsmaßnahmen gibt es längere Wartezeiten.

Das Spiel gegen Bayern ist ausverkauft: Die knapp 75.000 Zuschauer müssen beim Einlass mit längeren Wartezeiten rechnen

Das Spiel gegen Bayern ist ausverkauft: Die knapp 75.000 Zuschauer müssen beim Einlass mit längeren Wartezeiten rechnen

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin. Im ersten Moment hat Stefan Güter gedacht, es wäre etwas vorgefallen. Als der Geschäftsstellenleiter der Füchse Berlin zum ersten Heimspiel des Jahres von Hertha BSC gegen Ingolstadt gehen wollte, war die Zufahrtstraße zum Olympiastadion mit gepanzerten Fahrzeugen vollgestellt. Hinter den Ticketschaltern standen schwer bewaffnete Polizisten. „Das war im ersten Moment erschreckend“, gibt Güter zu.

Eine Dauerkartenbesitzerin zeigte sich vom Durchsuchungsprozedere etwas irritiert. „Das war schlimmer als am Flughafen“, sagt sie. Ihr Begleiter musste alle Manteltaschen leeren, sogar die Hustenbonbons wurden einer Geruchskontrolle unterzogen. „Wir wollen sicherstellen, dass sich jeder sicher fühlen kann“, erklärt Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz.

Keine Sonderbusse M49 von Spandau/Heerstraße bis Olympiastadion

Seit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz am 19. Dezember wird in Berlin noch mehr Wert auf Sicherheit gelegt. Wenn Hertha am Sonnabend den FC Bayern empfängt (15.30 Uhr/Sky), müssen sich die Zuschauer dementsprechend auf längere Wartezeiten gefasst machen. Es werden mehr als doppelt so viele Fußballfans erwartet wie gegen Ingolstadt. „Wir haben zum ersten Mal in dieser Saison ein ausverkauftes Haus mit knapp 75.000 Zuschauern“, sagt Preetz.

Das Sicherheitskonzept ist dementsprechend angepasst. Noch mehr Polizei wird da sein, aber auch mehr Ordnerpersonal, um die Lage etwas zu entzerren. Das Olympiastadion öffnet ausnahmsweise bereits zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn seine Tore, um 13 Uhr. „Ganz wichtig wird sein, dass sich alle Stadionbesucher frühzeitig auf die Anreise machen“, warnt Preetz. Außerdem empfiehlt Hertha den Fans, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Seitens der BVG werden keine Sonderbusse M49 von Spandau/Heerstraße bis Olympiastadion mehr eingesetzt. Aufgrund der hohen Anzahl an Tickethinterlegung wird die Ausgabe zu dem Spiel in den Kassenanlagen auf dem PO4 sein. Weitere Hinweise stellt der Klub auf seiner Webseite zur Verfügung (herthabsc.de).

„Beim letzten Mal hatte ich mich vorher nicht informiert und war daher überrascht“, sagt Güter. „Die Maßnahmen geben einem aber auch ein Gefühl von Sicherheit. Heutzutage muss man damit leben.“