Hertha-Fans

Rangnick kontert Burnout-Banner

Beim Auswärtsspiel in Leipzig kostet ein Spruchband im Hertha-Block den Hauptstadt-Klub bundesweit Sympathien. Kritik von Trainer Dardai

RB-Manager Ralf Rangnick (l.) gratuliert Trainer Ralph Hasenhüttl zum 2:0 über Hertha, dem elften Saisonsieg der Leipziger

RB-Manager Ralf Rangnick (l.) gratuliert Trainer Ralph Hasenhüttl zum 2:0 über Hertha, dem elften Saisonsieg der Leipziger

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Einen Bärendienst habe jene Fans Hertha erwiesen, die während der Bundesliga-Partie in Leipzig auf einem Spruchband zu Ralf Rangnick geäußert hatten („Ey Ralf, wir warten sehnlichst auf deinen nächsten Burnout“). Ob im ZDF-Sportstudio, bei der ARD oder in den sozialen Netzwerken, es hagelte Kritik.

Hertha-Trainer Pal Dardai sagte: „Ich würde niemandem auf der Welt, auch meinem ärgsten Feind nicht, eine Krankheit ­wünschen. So etwas macht man nicht. Das bringt Unglück.“

Preetz reagiert via Twitter

Hertha-Manager Michael Preetz hatte sich unmittelbar nach der 0:2-Niederlage der Berlin in der ausverkauften WM-Arena via Twitter zu Wort gemeldet: „Gratulation an RB zum verdienten Heimsieg. HerthaBSC distanziert sich von diesem widerlichen Banner!“

Ralf Rangnick, der im September 2011 seinen Trainer-Posten auf Schalke wegen eines Burnout aufgeben musste, sagte: „Ich kann mir vorstellen, dass es bei Hertha Hardcore-Fans gibt, die sich wünschen, dass es mich in meiner Funktion nicht mehr gäbe. Ich kann diesen Fans aber nicht zu viel Hoffnung machen, da ich mittlerweile sehr gut auf mich aufpasse.“