Bundesliga

Herthas Darida stellt Trainer Dardai vor ein Problem

Vladimir Darida war nach seiner Einwechslung in Wolfsburg sofort ein Faktor im Spiel der Berliner und empfiehlt sich für die Startelf.

Vladimir Darida wurde für seinen Kurzeinsatz von Hertha-Trainer Dardai und Manager Preetz gelobt

Vladimir Darida wurde für seinen Kurzeinsatz von Hertha-Trainer Dardai und Manager Preetz gelobt

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Berlin.  Noch Autogramme für zwei Kinder, ein Selfie mit einem Hertha-Fan, der seine Ehefrau an der Seite vom ­Hertha-Star ablichten wollte, dann verschwand Vladimir Darida in Richtung Kabine und freiem Adventsnachmittag. Der tschechische Nationalspieler war ein Puzzlestein, und zwar ein wichtiger, für das 3:2 von Hertha BSC in Wolfsburg.

„Mit Vladi hatten wir ein anderes Spiel“, beschrieb Trainer Pal Dardai die Veränderung durch die Einwechselung von Darida (für Valentin Stocker). Darida sorgte mit seiner guten Technik dafür, dass Hertha den Druck erhöhen konnte und noch zwei Tore erzielte.

Nach seiner Sprunggelenksverletzung, die Darida zehn Wochen Pause gebracht hatten, überzeugte er wie schon bei seiner Einwechselung in der Vorwoche gegen Mainz (2:1). „Beide Male war Vladi sofort ein Faktor in unserem Spiel“, sagte Manager Michael Preetz. In seinen 30 Minuten in Wolfsburg lief Da­rida mehr als fünf Kilometer, gewann für einen Offensivspieler ungewöhnliche 67 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 83 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.

Darida selbst tritt auf die Bremse

Dardai hatte seinen ehrgeizigen Profi in der Aufbauphase gebremst („Vladi wurde operiert. Das vergisst der Körper nicht“). Trotzdem hatte Darida schon Mitte November vor der Fahrt nach Augsburg Zeugwart Henrik Herzog beauftragt, seine Schuhe herauszusuchen. Da hatte der Trainer noch entschieden: „Ich habe Vladi gesagt, dass er in Berlin bleibt, es ist noch zu früh.“

Mittlerweile ist Darida drei Trainingswochen weiter. Im vergangenen Sommer hatte Hertha ein zwölf-Millionen-Angebot von Champions-League-Starter AS Monaco für ihn abgelehnt. In Wolfsburg belegte der 41malige Nationalspieler, dass er wieder dran ist – und tritt auf die Bremse: „Ich bin kein arroganter oder egoistischer Spieler. Die anderen Jungs haben ohne mich gewonnen. Auch, wenn ich jetzt warten muss: Sie sind jetzt erst mal an der Reihe.“

Am Sonnabend im Heimspiel gegen Werder Bremen (18.30 Uhr, Olympiastadion) hat Hertha-Trainer Pal Dardai auf der Spielmacher-Position die Wahl ­zwischen dem fleißigen Stocker und dem quirligen ­Darida.