Herthas Stadionpläne

Das sagen „Immer Hertha“-Blog-Leser zur Stadiondiskussion

Hertha BSC plant den Bau eines neuen Stadions. Mehrere Standorte am Stadtrand sind im Gespräch. Das denken die Leser.

Herthas Mietvertrag im Olympiastadion endet 2025

Herthas Mietvertrag im Olympiastadion endet 2025

Foto: Rainer Jensen / dpa

Herthas aktueller Mietvertrag im Olympiastadion läuft 2025 aus. Danach will der Verein in einer eigenen Arena spielen. Im Frühjahr 2017 will Hertha die Ergebnisse einer Studie vorstellen, in der auch über die Berliner Stadtgrenzen hinausgeschaut wird. Mehrere Standorte für eine eigene Fußballarena sind inoffiziell im Gespräch - darunter Dreilinden, Stahnsdorf und Oranienburg. Unter den Lesern des „Immer Hertha-Blogs" werden der Auszug aus dem Olympiastadion und die Pläne für eine neue Arena kontrovers diskutiert.

>>>Warum Hertha nüscht wie raus nach Brandenburg will<<<

Eher Skeptisch äußert sich Leser „Kamikater“.“Ob in Dreilinden, Stahnsdorf oder auf dem Tegeler Flughafengelände. Alle drei besitzen weder direkte S-Bahn, U-Bahn oder Straßenbahnanbindung“, gibt Kamikater zu bedenken, äußert aber gleichzeitig aber die Hoffnung, dass ein kleineres, reines Fußballstadion mit nur noch etwa 55.000 Plätzen endlich mal „richtig knackevoll“ werden könnte.

„Speckguertel-Herthaner“ kann einem Umzug nach Brandenburg einiges abgewinnen. Er favorisiert den Standort Dreilinden. Dies sei die „realistischste Variante“ und bereits 2008 im Gespräch gewesen. „Der Speckgürtel, vor allem der südliche, ist so gut ausgebaut, dass man in der Regel von überall in 20 – 25 Minuten in der City ist“, argumentiert der Hertha-Fan.

Mit einem Stadion-Umzug nach Brandenburg hat auch „Stehplatz“ kein Problem. „Wenn Brandenburg die Tür aufmacht und Berlin die Tür zu, dann ist das zu akzeptieren und die Konsequenzen daraus zu ziehen.“, schreibt Stehplatz und führt zudem die hohen Grundstückspreise in Berlin ins Feld. Brandenburg sei billiger, kooperativ und biete genügend potentielle Standorte“.

Allerdings hat auch das Olympiastadion unter den Lesern des „Immer Hertha“-Blogs viele Fans. Ein Stadion außerhalb Berlins zu bauen würde einen Verein, der Hauptstadtverein sein möchte, vollkommen unglaubwürdig machen. Ob Berliner Fans gewillt wären Brandenburgs Steuertopf zu füllen, ist ebenso fraglich“, schreibt „Eigor“. Ein Anhänger des „Olys“ ist auch „Lupus Hildesheim“. „Die Stimmung ist, nicht nur wenn das Stadion voll ist, absolut toll“, schreibt „Lupus Hildesheim“ und führt weiter an: „Gegen diese ganzen Betontempel besitzt das Oly Charisma. Zugig, kalt und ungemütlich sind die reinen Fußballtempel auch.“ „Fechibaby“ hält einen Umzug ins Umland dagegen für unausweichlich. Etwas sarkastisch plädiert er in diesen Fall für eine „Namensänderung“. Das „BSC“ bei Hertha sollte dann für „Brandenburger Sport Club“ stehen.