DFB-Pokal

Dardai: "Es wird eng. Aber die Jungs sind gierig“

Am Dienstag trifft Hertha auf St. Pauli. Berlins Trainer sagt vorab: „Ich will gegen Pauli gewinnen. Wir sind für alles bereit.“

Hertha-Trainer Pal Dardai

Hertha-Trainer Pal Dardai

Foto: Bernd Thissen / dpa

Die Pokal-Lust ist groß bei Hertha BSC. „Wir haben es letztes Jahr sehr gut hingekriegt mit Unterstützung der ganzen Stadt. Das wollen die Jungs wiederholen“, sagte Trainer Pal Dardai vor der zweiten Runde im DFB-Pokal beim FC St. Pauli.

Der Überraschungs-Dritte der Fußball-Bundesliga will am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) beim Letzten der 2. Liga seine Fortschritte auch in einem K.o.-Spiel und in einer sicher heißen Atmosphäre beweisen. „Das Wichtigste wird sein, dass wir mit einer guten Mentalität spielen“, betonte Dardai: „Ich will gegen Pauli gewinnen. Wir sind für alles bereit.“

Hertha kommt ins Rotieren

Zu seiner aktiven Zeit sei dies nicht immer der Fall gewesen, erinnerte Herthas Rekord-Nationalspieler an das oft vorzeitige Ausscheiden bei unterklassigen Vereinen: „Da sind wir hingefahren und haben uns irgendwie blamiert.“ Auch beim FC St. Pauli sind die Berliner schon einmal gescheitert: Im Dezember 2005 unterlagen sie im Achtelfinale am Millerntor 3:4 nach Verlängerung. Hertha hatte durch Tore von Marko Pantelic, Gilberto und Marcelinho schon 2:0 und 3:2 geführt, das reichte aber nicht. „Jetzt sind die Spieler sehr konzentriert“, bemerkte Dardai zum mentalen Wandel.

"Nach Lösungen suchen und nicht nach Ausreden“

Dass der Trainer nach dem jüngsten Liga-Heimsieg gegen den 1. FC Köln in Hamburg erneut seine Mannschaft umstellen muss, will der Trainer nicht weiter thematisieren: „Wir werden gegen St. Pauli nach Lösungen suchen und nicht nach Ausreden.“ Die Innenverteidiger John Anthony Brooks und Sebastian Langkamp sowie Stürmer Julian Schieber haben sich Blutergüsse am Oberschenkel zugezogen. Der verletzte Fabian Lustenberger fehlt weiter. Dafür kann Valentin Stocker, der in der Liga derzeit gesperrt ist, auf dem Kiez mitwirken.

„Es ist ein völlig anderer Wettbewerb. Vom Kopf her ist es eine Herausforderung“, warnte Manager Michael Preetz vor der Partie. St. Pauli hat in dieser Saison erst einmal in der 2. Liga und dazu in der ersten Pokalrunde beim Regionalligisten VfB Lübeck gewonnen. „Wir sind so erfahren, dass wir den Gegner nicht unterschätzen werden“, betonte Dardai dennoch und fügte an: „Es wird hart, es wird eng sein. Aber die Jungs sind gierig und fleißig.“

In der Vorsaison hatte auch die Pokal-Euphorie dazu beigetragen, dass rund um den Hauptstadtverein über eine lange Zeit eine positive Stimmung herrschte. Erst im Halbfinale hatte Borussia Dortmund den Berliner Traum von einem Endspiel im eigenen Wohnzimmer zerstört.