Bundesliga

Nach 880 Tagen steht Sami Allagui vor dem Comeback

Dem Stürmer von Hertha BSC winkt gegen den Hamburger SV nach zweieinhalb Jahren die Rückkehr in Startelf.

Hertha-Angreifer Sami Allagui hat in 97 Bundesliga-Einsätzen 25 Tore erzielt

Hertha-Angreifer Sami Allagui hat in 97 Bundesliga-Einsätzen 25 Tore erzielt

Foto: Britta Pedersen / picture alliance / ZB

Berlin.  Der Trainerwechsel beim Hamburger SV hat auch Auswirkungen auf die Vorbereitung bei Hertha BSC. Bekanntlich empfangen die Berliner am Sonnabend den HSV mit Neu-Trainer Markus Gisdol im Olympiastadion (15.30 Uhr). „Wir verzichten aufs Scouting und Videostudium“, berichtete Hertha-Trainer Pal Dardai.

Weil Gisdol bei seinem neuen Arbeitgeber wahrscheinlich sowohl an der Taktik als auch beim Personal etwas ändern wird, taugt das bisher in der Saison gesammelte Material aus der Zeit von Ex-Trainer Bruno Labbadia nicht. In Hamburg hatte Gisdol den HSV-Profis einen Trainingstag ohne Ball verordnet. Es gab eine Einheit im Kraftraum sowie einige Joggingrunden.

Peter Pekarik fällt aus

In Berlin sagte Dardai, dann konzentriere er sich bei der Vorbereitung ganz auf seine Mannschaft. Wie schon am Dienstag gab es viele Duelle: Drei Offensivspieler gegen zwei Verteidiger, mit dem Ziel eines schnellen Torabschlusses. „Wir trainieren das, was wir auch gegen den HSV brauchen: Zweikämpfe und Tore“, ­sagte Dardai.

Auch der Ungar hat noch einige Fragen zu lösen und will den HSV-Trainer ruhig noch im Ungewissen lassen. Klar ist: Rechtsverteidiger Peter Pekarik (Muskelfaserriss) fällt aus. Dessen Position übernimmt Mitchell Weiser, der von der rechten Außenbahn im Mittelfeld eine Reihe auf seine Lieblingsposition zurück rückt. In Frankfurt (3:3) hat die Weiser-Rolle nach der Pause Alexander Esswein übernommen und mit einem Tor und einer Vorlage bärenstark ausgefüllt. Das goutierte auch Dardai, er merkte aber mit Blick auf das HSV-Spiel an, dass die letzten 20 Minuten heute immer wichtiger werden. Da könnte er sich vorstellen, Esswein erst dann einzuwechseln.

Trainer Dardai lobt Allagui

Eine zweite Variante wäre, den schnellen Genki Haraguchi von der linken auf die rechte Seite rüberzuziehen. Dann könnte Sinan Kurt, der auf seine Bundesliga-Premiere bei Hertha drängt, auf links beginnen. „Ja, das ist eine Option“, sagte Dardai.

Die wahrscheinliche Variante ist aber eine andere. So wie es aussieht, wird Sami Allagui nach zweieinhalb Jahren seine Rückkehr in eine Hertha-Startelf geben. Allagui war 2014/15 an Ligakonkurrent FSV Mainz ausgeliehen. Die vergangene Saison hat er wegen einer schweren Knieverletzung verpasst. Dardai sagte: „Wir haben auch Sami. Er ist torgefährlich und kann auf der rechten Seite spielen.“

Vertrag von Allagui endet im Juni 2017

Vergangenen Mittwoch erhielt Allagui, nach 84 Minuten gegen den FC Bayern eingewechselt, die ersten Reingucke-Minuten dieser Saison. Zum letzten Mal in einer blau-weißen ­Anfangsformation stand Allagui am 3. Mai 2014 (0:2 gegen ­Bremen) - das liegt 880 Tage zurück. Er brennt darauf, sich zu zeigen: Der Vertrag von Allagui läuft bis zum Ende dieser Saison im Juni 2017.