Nachwuchsspieler

Herthas Goldjunge Arne Maier auf dem Weg nach oben

Das 17 Jahre alte Hertha-Talent erhält die Fritz-Walter-Medaille des DFB und hofft auf eine Profikarriere.

Arne Maier (l.) durfte im Sommer bereits bei den Hertha-Profis mittrainieren - zusammen mit dem Nachwuchsspieler Mike Owusu (Mitte)

Arne Maier (l.) durfte im Sommer bereits bei den Hertha-Profis mittrainieren - zusammen mit dem Nachwuchsspieler Mike Owusu (Mitte)

Foto: dpa Picture-Alliance / City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Ein bisschen suspekt scheint es Arne Maier noch, dass sein Name nun in einer Reihe mit mehreren Weltmeistern steht. Manuel Neuer, Toni Kroos oder Mario Götze – sie alle erhielten einst die Fritz-Walter-Medaille, das Gütesiegel des Deutsche Fußball-Bundes für Nachwuchshoffnungen.

Ab diesen Mittwoch wird auch Hertha-Talent Maier (17) zum Kreis zählen. In Mönchengladbach erhält der zentrale Mittelfeldspieler Bronze in der Altersklasse bis 17 Jahre. „Das bedeutet mir sehr viel“, sagt Maier, er weiß die Auszeichnung aber einzuordnen. „Diese Medaille sollte man als Ansporn nehmen.“ Andere sind trotz dieser Ehrung gescheitert.

Dem Traum vom Profi-Dasein kam Maier in diesem Sommer bereits ganz nah: Herthas Cheftrainer Pal Dardai nahm ihn mit ins Trainingslager. Anschauungsunterricht – vor allem bei seinen Vorbildern Per Skjelbred und Vladimir Darida. Das „viel höhere Tempo“ und die „körperliche Robustheit“ haben Eindruck hinterlassen, sagt Maier.

Jeder Scout in Deutschland kennt seinen Namen

Dardai sagt, den Namen Arne Maier kenne in Deutschland jeder Scout. Tatsächlich sticht der Blondschopf selbst aus Herthas „Goldenem Jahrgang“ (Geburtsjahr 1999) noch heraus, über den Dardai sagt, er werde in ein, zwei Jahren viele Leute in Berlin „sehr glücklich machen“.

Maiers Spielübersicht ist beeindruckend, ebenso sein Laufpensum. Mit fünf Toren und 14 Vorlagen zählte er in der B-Junioren-Bundesliga zu den auffälligsten Akteuren. Im deutschen U17-Nationalteam galt er als feste Größe.

In der neuen Saison will Maier mit Herthas U19 Deutscher Meister werden und, so oft es geht, mit den Profis trainieren. Dazu strebt er sein Fach-Abitur an. Ehrgeizige Ziele, für deren Erfüllung er in Herthas Nachwuchsakademie gute Voraussetzungen findet.

Auch Maximilian Mittelstädt wird ausgezeichnet

Eiserne Disziplin braucht es trotzdem: Fast jeden Morgen geht’s aus seinem Elternhaus in Ludwigsfelde direkt zum Unterricht. Anschließend Training um 10 Uhr, danach Mittagspause und zurück auf die Schulbank, ehe um 17.30 Uhr die nächste Einheit ansteht. Oft übernachtet er auch im Hertha-Internat.

Wie man den nächsten Schritt zu den Profis meistert, kann sich Maier übrigens auf dem Weg nach Mönchengladbach erklären lassen. Herthas Maximilian Mittelstädt (19), der 2015/16 seine ersten Bundesliga-Einsätze absolvierte, wird ebenfalls ausgezeichnet. Er erhält Bronze bei den U19-Junioren.