Fussball

Manager Michael Preetz ärgert sich über Hertha-Profis

Nach der 0.3-Testspiel-Niederlage gegen Alkmaar finden Trainer und Manager deutliche Worte. Personelle Probleme gibt es aber nicht.

Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz war wenig erbaut über die Leistung im Testspiel

Hertha-Geschäftsführer Michael Preetz war wenig erbaut über die Leistung im Testspiel

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Berlin.  – Die Standpauke am Tag danach dauerte 15 Minuten. So lange redete Trainer Pal Dardai auf seinen Kader ein. Schon klar, das 0:3 (0:2) von Hertha BSC am Tag zuvor beim AZ Alkmaar war nur ein Testspiel. Die Beine der Bundesliga-Profis waren schwer, da sie in der Vorbereitung derzeit in der intensivsten Phase stecken.

Doch der Zeitpunkt vor dem ersten Pflichtspiel der Saison – am Donnerstag trifft Hertha im Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League auf Bröndby IF (20.15 Uhr, ­Jahnsportpark/Sport 1) – bereitet den ­Verantwortlichen Sorge.

„Von unserer Spielweise habe ich gar nichts erkannt“

„Du kannst mal schlecht spielen, du kannst mal müde sein“, sagte Hertha-Manager Michael Preetz, wurde dann aber deutlich: „Eines geht jedoch immer: Bereitschaft. Die war in Alkmaar nicht zu sehen. Und das ist nicht in Ordnung.“

Dardai sagte: „Ich habe Verständnis für den Auftritt. Die Jungs hatten zuletzt eine Riesenbelastung. Aber trotzdem müssen wir mit einer gewissen Ordnung spielen. Auch wenn man müde ist, müssen alle mitmachen. Das sah in Alkmaar nicht so aus. Von unserer Spielweise habe ich gar nichts erkannt.“

Ungeachtet des angeschlagenen Fabian Lustenberger (Bauchmuskelzerrung) sowie der Roten Karte für Niklas Stark erwartet der Trainer keine personellen Probleme. Zum einen geht Hertha davon aus, dass Stark nicht für die Europa-League-Partie gesperrt wird.

Bröndby tankte Selbstvertrauen

Zudem setzt Dardai auf John Brooks und Peter Pekarik, die nach ihren Turnier-Teilnahmen mit den USA und der Slowakei samt Urlaub erst seit einer Woche im Training sind. „Es kann sein, dass sie spielen“, so Dardai. „Ich habe ihnen gesagt, sie sollen sich vom Kopf her so vorbereiten. Ihr Fitnesszustand ist ordentlich. Wir reden hier über ­Nationalspieler. Wir werden im Hinspiel keine Personalnot haben.“

Gegner Bröndby tankte Selbst­vertrauen: zweiter Sieg im zweiten ­Saisonspiel (2:0 bei Silkeborg IF). Der Ex-Herthaner Hany Mukhtar gab nach 75 Minuten sein Debüt im Team von ­Trainer Alexander Zorniger.