Länderspiele

Preetz verstimmt über Verletzung von John Brooks

Innenverteidiger von Hertha wegen Kniebeschwerden vorzeitig aus den USA zurück gekehrt. Dienstag steht MRT-Untersuchung an

Derzeit ist nicht abzusehen, wann John Brooks wieder für Hertha spielen kann.

Derzeit ist nicht abzusehen, wann John Brooks wieder für Hertha spielen kann.

Foto: dpa Picture-Alliance / City-Press / picture alliance / City-Press Gb

Berlin.  „Albtraum“, „peinlich“, „Horror-Show“: Nach der Blamage in Guatemala ließen die US-Medien kein gutes Haar an Jürgen Klinsmann und dessen Soccer Boys. Das unerwartet glatte 0:2 (0:2) in Guatemala in der WM-Qualifikation ließ die Alarmglocken schrillen. Klinsmann, der als Ziel ausgegeben hatte, bei der WM 2018 in Russland unter die besten vier Teams der Welt zu kommen, droht mit den USA bereits das Aus in der zweiten Runde der Qualifikation. Beim Rückspiel in Columbus am Dienstag könnte schon ein Remis zu wenig sein für die USA.

Unterdessen sind die Verantwortlichen bei Hertha BSC verstimmt. „Wir haben John Brooks ohne Beschwerden zum US-Nationalteam geschickt, jetzt kommt John mit Beschwerden zurück, obwohl er dort kein Training gehabt haben soll“, sagte Manager Michael Preetz.

Dienstag steht MRT-Untersuchung an

Brooks hatte sich wegen Knieproblemen schon vor dem Guatemala-Spiel auf die Rückreise begeben. Nach der Ankunft in Berlin unterzog sich der 23-Jährige noch am Ostersonnabend einer Röntgen-Untersuchung, die ohne Befund blieb.

Der Klub will jedoch auf Nummer sicher gehen, Dienstag steht für Brooks eine MRT an. Hertha hat im Saisonendspurt mit dem Kampf um die europäischen Plätze sowie dem Pokal-Halbfinale gegen Borussia ­Dortmund (20. April) viel vor. Brooks ist bei Hertha seit ­Monaten in der ­Innenverteidigung links gesetzt.

Klinsmann in der Kritik

In den USA steht Nationaltrainer Jürgen Klinsmann in der Kritik. „Eine peinliche Niederlage. Der Traum von der WM droht zum Albtraum zu werden“, schrieb die „USA Today“ über die erste Niederlage gegen Guatemala. In der Tabelle rutschten die USA mit vier Punkten hinter Trinidad und Tobago (7) und Guatemala (6) auf Rang drei ab. Nur die zwei besten Mannschaften erreichen die nächste Runde

„Für uns ist das enttäuschend. Wir haben zu viele Fehler gemacht“, sagte Klinsmann. Vor dem 0:1 durch Rafael Morales (7.) stand nach einer Ecke kein US-Spieler am zweiten Pfosten. Unverständlich, maulte Klinsmann, „wir haben in der Spielbesprechung auf der Taktiktafel genau zu­geteilt, wer dort stehen soll“. Beim 0:2 durch Carlos Ruiz (15.) rügte Klinsmann eine „Kette von Fehlern“ in seinem Team. Klinsmann steht seit 2015, als die USA im Halbfinale des Gold Cup verloren, erheblich unter Druck.

Ordentliche Vorstellung von Bobby Wood

Bobby Wood, Torjäger von Zweit­ligist 1. FC Union, war in einer schwachen US-Mannschaft in seinem 14. Länderspiel einer der wenigen Lichtblick. „Wood kämpfte während des gesamten Spiels hart und zeigte mehr Leidenschaft als jeder andere, der die amerikanischen Farben trug“, schrieb ESPN über den Union-Stürmer, der 90 Minuten durchspielte.