Hertha BSC

Ben-Hatira gerät im Mannschaftsbus mit Weiser aneinander

Dem Wechsel des Deutsch-Tunesiers nach Frankfurt ging offenbar eine Rangelei im Teambus voraus. Hertha bestätigte einen „Vorfall“.

Änis Ben-Hatira (27) absolvierte für Hertha  52 Bundesliga- und 18 Zweitligaspiele, erzielte dabei 14 Tore. Nun sucht der Deutsch-Tunesier einen Neuanfang bei Eintracht Frankfurt

Änis Ben-Hatira (27) absolvierte für Hertha 52 Bundesliga- und 18 Zweitligaspiele, erzielte dabei 14 Tore. Nun sucht der Deutsch-Tunesier einen Neuanfang bei Eintracht Frankfurt

Foto: Thomas Eisenhuth / dpa

Berlin. Der Wechsel von Änis Ben-Hatira (27) von Hertha BSC zu Eintracht Frankfurt erscheint seit Dienstag in einem neuen Licht. Dass der Offensiv-Allrounder Berlin verlassen hat, ist offenbar nicht nur rein sportlichen Gründen geschuldet. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, sei Ben-Hatira wenige Tage vor seinem Wechsel in ein Handgemenge mit einem Teamkollegen verwickelt gewesen.

Demnach sei es am Sonnabend auf der Rückfahrt nach dem 3:3 (2:0) bei Werder Bremen zu einer Auseinandersetzung zwischen Ben-Hatira und Rechtsverteidiger Mitchell Weiser (21) gekommen. Im hinteren Teil des Mannschaftsbusses habe sich eine Diskussion zwischen den beiden Profis immer weiter hochgeschaukelt, ehe es wohl zu einer Rangelei kam.

Trainer Dardai hört auch den Mannschaftsrat

Herthas sportliche Führung um Trainer Pal Dardai erfuhr angeblich erst in Berlin von dem Vorfall. Vor dem Auslaufen am Sonntag sei das Thema auf Nachfrage des Ungarn im Kreis der Mannschaft besprochen worden.

Nach anschließenden Gesprächen mit Ben-Hatira, Weiser und dem achtköpfigen Mannschaftsrat – bestehend aus Fabian Lustenberger, Sebastian Lamgkamp, Peter Pekarik, Thomas Kraft, Per Skjelbred, Valentin Stocker, Roy Beerens und John Brooks – sei dann die Entscheidung gefallen, sich von Ben-Hatira zu trennen.

Eintracht war über Vorfall informiert

Auf der Vereins-Homepage veröffentlichte Hertha am Dienstagmittag eine Stellungnahme:

„Hertha BSC bestätigt, dass es auf der Rückfahrt des Teams vom Auswärtsspiel in Bremen am vergangenen Samstag (30.01.16) im Mannschaftsbus einen Vorfall gegeben hat. Hertha BSC hat darauf sofort reagiert und die entsprechenden Konsequenzen gezogen. Denn Fairness, Anstand, Respekt und Teamgeist gehören bei uns zu den wichtigsten Grundsätzen im Verein.“

Für seinen neuen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt ist Ben-Hatiras Fauxpas scheinbar keine Neuigkeit. „Wir wussten von dem Vorfall“, wird SGE-Sportdirektor Bruno Hübner von „Bild“ zitiert. „Das sollte im Mannschaftssport nicht passieren, passiert aber halt trotzdem. Für Ben-Hatira biete Frankfurt nun die Chance auf einen Neustart.