Berlin

Harte Strafe für Hertha

Verein akzeptiert die Vier-Spiele-Sperre des DFB für Ibisevic aber nicht

Berlin.  Pal Dardai war sich nicht ganz sicher. „Ist das endgültig“, fragte Herthas Chefcoach am Dienstagnachmittag nach dem Training. Nein, endgültig war die Sperre für Vedad Ibisevic noch nicht. Aber der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte im Einzelrichter-Verfahren zumindest eine für vier Partien für den Bosnier festgelegt, nachdem Ibisevic am Sonnabend gegen Schalke (1:2) für ein grobes Foulspiel an Max Meyer die Rote Karte sah. Es war der dritte Platzverweis für Ibisevic im 208 Bundesligaspiel.

Hertha allerdings akzeptiert die Sperre nicht. „Wir werden eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragen“, sagte Manager Michael Preetz der Morgenpost. Einen Termin gibt es jedoch noch nicht. Dardai hofft, dass die Berliner damit die Sperre noch reduzieren können: „Mit vier Spielen bin ich nicht zufrieden“, sagte der Ungar. „Drei könnten wir akzeptieren, weil Vedad so im Rhythmus bleiben würde“, meinte Dardai. Bei einer Drei-Spiele-Sperre ginge die Rechnung des 39-Jährigen so: Ibisevic würde zwar die Partien am Sonnabend gegen Ingolstadt, eine Woche später daheim gegen Gladbach und in Hannover (am 6. November) verpassen. Aber der 31-Jährige könnte sich nicht nur am Dienstag im Pokal gegen dem FSV Frankfurt Spielpraxis holen, sondern auch nach der Länderspielpause (13.-17. November) direkt wieder mitmischen. Im Rhythmus war der Ex-Stuttgarter zuletzt nämlich. In seinen ersten sechs Spielen für Hertha traf er vier Mal.

Im Rhythmus ist derzeit auch Rune Jarstein, der den an der Schulter verletzten Stammkeeper Thomas Kraft seit vier Spielen vertritt. Zwar trainierte Kraft am Dienstag voll mit, sagte aber: „Ein kleiner Schmerz ist noch da. Beim letzten Mal habe ich zu früh angefangen. Das darf nicht wieder passieren. Es ist daher weiter Vorsicht geboten.“ Jarstein wird deshalb wohl auch gegen Ingolstadt im Tor stehen.