Bundesliga

Hertha sucht eine passende Position für Nico Schulz

Der U21-Nationalspieler Nico Schulz wollte sich eigentlich hinten links bei Hertha BSC etablieren. Doch unter Trainer Pal Dardai spielt er wieder im Mittelfeld und warnt vor dem nächsten Gegner.

Foto: GUENTER SCHIFFMANN / AFP

Hertha im Härtemodus: Gegen Borussia Mönchengladbach, den Tabellen-Dritten der Bundesliga, nehmen die Berliner den nächsten Anlauf, die nötige Punkte zu sammeln, die für den Klassenerhalt fehlen (Sonntag, 17.30 Uhr, Olympiastadion). Zuletzt hatte Hertha bei Meister FC Bayern 0:1 verloren. „Gladbach ist ein schwerer Gegner“, sagt Herthas Nico Schulz. „Sie kombinieren gut, haben viele ballsichere Spieler, die wir zum Teil gut kennen wie Raffael. Dazu haben sie viele schnelle Spieler. Wir müssen höllisch aufpassen.“

Hertha, mit 34 Punkten Tabellendreizehnter, braucht einen, besser drei Zähler, um das sichere Ufer zu erreichen. So unstet wie die Saison für den Hauptstadt-Klub verläuft, mäandert auch Schulz durch dieses Jahr. Vorgenommen hatte er sich, sich als linker Verteidiger zu etablieren – mit Blick auf seine Karriere in der deutschen U21-Nationalelf sowie mit dem Wissen, dass Bundestrainer Joachim Löw im A-Nationalmannschaft für diese Position auf der Suche ist.

Schlechte Erinnerungen an Mönchengladbach

Entwickelt hat sich die Saison anders. Schulz war in 25 der 30 Spiele dabei: „Wenn ich fit bin, stand ich eigentlich immer in der Startelf.“ In der Hinrunde zumeist als linker Verteidiger. Allerdings war die linke Abwehrseite jene, über die Hertha relativ viele Gegentore kassierte. So schnell und dynamisch Schulz ist, haderte Ex-Trainer Jos Luhukay mit der mangelnden Zweikampfhärte seines Verteidigers. In der Gladbach-Partie der Hinserie (2:3) wurde Schulz im defensiven Mittelfeld aufgeboten – Luhukay beendete das Experiment nach 29 Minuten.

Im Februar tauschte Pal Dardai als neuer Trainer das Personal. Seither verteidigt Marvin Plattenhardt hinten links. Schulz ist offensiver im Einsatz. Mit seiner Schnelligkeit erarbeitet er nun Großchancen: manchmal mit Erfolg, wie gegen Paderborn. Manchmal ohne wie gegen Manuel Neuer. Nach der Saison wird Schulz mit der deutschen U21 bei der EM in Tschechien starten. Schulz: „Wir sind gut beraten, erst mal auf die verbleibenden vier Bundesliga-Spiele zu schauen.“