Champions League

Trainer Luhukay zieht aus BVB-Spiel Lehren für Hertha

Das Champions-League-Spiel von Dortmund gegen Malaga hat Hertha-Trainer Jos Luhukay begeistert. Der Trainings-Streit zwischen Pierre-Michel Lasogga und Thomas Kraft hingegen ist für ihn vom Tisch.

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Jos Luhukay hat sich offen als BVB-Fan gezeigt. Der Auftritt von Borussia Dortmund im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals beim FC Malaga (0:0) hat den Trainer des Fußball-Zweitligisten Hertha BSC begeistert – und den Niederländer für seine Arbeit inspiriert. „Ich habe das Spiel sehr genossen“, sagte Luhukay nach der Trainingseinheit der Berliner am Donnerstag: „Wir können viel vom BVB lernen.“

Insbesondere das schnelle Umschalten der Dortmunder nach Ballgewinn und -verlust hatte es dem 49-Jährigen angetan. Der Fokus lag in der Hertha-Übungseinheit dann auch auf intensivem Pressing. Hertha müsse nach Balleroberung noch schneller den Abschluss suchen, meinte Luhukay. Mit der Bilanz von bislang nur einem Gegentor durch Konter zeigte er sich indes zufrieden.

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Kein größeres Thema war für den Hertha-Cheftrainer der Trainings-Konflikt zwischen Stürmer Pierre-Michel Lasogga und Torwart Thomas Kraft vom Vortag. „Du brichst mir fast das Bein“, hatte Kraft eine harte Aktion Lasoggas kommentiert und gegen den Angreifer im Wartestand geschimpft: „Bist du bekloppt, oder was?“

„Fußball ist ein Körperkontaktspiel“, meinte Lasogga, der nach seinem auskurierten Kreuzbandriss noch seine Top-Form sucht. Für Luhukay war es eine normale Situation: „So etwas kann passieren. Das war alles noch im Rahmen.“

Mit Blick auf das Spitzenspiel gegen den Tabellen-Zweiten Eintracht Braunschweig am Montag (20.15 Uhr, Olympiastadion, Live im Ticker bei der Berliner Morgenpost) freute sich der Berliner Coach auf „eine richtig gute Fußballkulisse“. Aktuell sind bereits mehr als 40.000 Karten verkauft. Im eigenen Stadion ist der Tabellenführer als einziges Zweitligateam in dieser Saison noch unbezwungen. Der Vorsprung auf Relegationsplatz drei beträgt schon 13 Zähler.

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Mannschaftskapitän Peter Niemeyer hofft gegen die Eintracht auf eine Vorentscheidung im Kampf um die Zweitliga-Meisterschaft. „Für solche Partien spielt man Fußball“, meinte der 29-Jährige: „Wenn wir am Ende ganz oben stehen, würde das unsere überragende Saison krönen.“ Derzeit führt Hertha die Tabelle mit 59 Punkten vor dem Überraschungsteam aus Braunschweig (58) an.