2. Liga

Lustenberger spielt bei Hertha die Saison seines Lebens

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Fabian Lustenberger gab bei Hertha BSC zunächst das „Mädchen für alles“. Erst mit dem Wechsel in die Innenverteidigung kam die große Stunde des Schweizers. Doch Trainer Luhukay sieht ihn woanders.

Fabian Lustenberger steht beinahe sinnbildlich für die aktuelle Spielzeit seines Clubs. Als Hertha BSC zu Saisonbeginn etwas unbeholfen in die 2. Fußball-Bundesliga stolperte, musste der 24 Jahre alte Schweizer das „Mädchen für alles“ geben. Er lief im defensiven Mittelfeld auf, half als Rechtsverteidiger aus, oder fand sich gar auf der Ersatzbank wieder.

Seit Trainer Jos Luhukay den Defensiv-Allrounder am fünften Spieltag überraschend zum Innenverteidiger machte, spielt Lustenberger jedoch die Saison seines Lebens. Der „beste Verteidiger der Liga“ (Luhukay) hält die Berliner Hintermannschaft genauso souverän zusammen, wie Hertha in Richtung Bundesliga marschiert. Die „Alte Dame“ und ihren dienstältesten Profi verbindet aber noch eine weitere Parallele: Welche Rolle sie im Fußball-Oberhaus spielen werden, ist völlig ungewiss.

Über die Bundesligatauglichkeit der Berliner gibt es geteilte Meinungen. Ob Lustenberger mit seinen 1,80 Metern und 70 Kilo Körpergewicht als Innenverteidiger bestehen kann, ist ebenfalls fraglich. Die Suche nach einem neuen Mann fürs Abwehrzentrum ist bei Hertha längst in vollem Gange – Luhukay macht kein Geheimnis daraus, dass er Lustenberger langfristig im defensiven Mittelfeld sieht.

Konkurrenz im Mittelfeld ist groß

Dort wirken jedoch Mannschaftskapitän Peter Niemeyer und dessen Stellvertreter Peer Kluge. „Klar ist die Konkurrenz groß“, sagte Lustenberger mit schweizerischer Gelassenheit, „aber das ist auf anderen Positionen auch so.“ Ob er tatsächlich einen der beiden Routiniers verdrängen kann, bleibt abzuwarten.

Lustenbergers Vertrag bei Hertha läuft noch bis 2014, laut Medienberichten haben bereits mehrere Bundesligisten Interesse bekundet. Trotzdem wird er wohl schon bald beim Hauptstadtklub verlängern, er hat seit seiner Ankunft im Sommer 2007 in Berlin eine neue Heimat gefunden. Die unklare Perspektive kann seine Zuversicht anscheinend nicht schmälern. „Über die nächste Saison mache ich mir noch keine Gedanken“, meinte Lustenberger. „Wir müssen jetzt erst mal aufsteigen.“