Trainingsauftakt

Hertha-Torwart Aerts zieht sich Innenbanddehnung zu

Maikel Aerts fällt eine Woche aus. Möglicherweise kann Hertha BSC jedoch noch vor seiner Rückkehr ins Training einen neuen Spieler begrüßen.

Mit 17 Feldspielern, davon 9 aus der eigenen Jugend, begann der neue Trainer Jos Luhukay am Montag seine aktive Trainingsarbeit bei Hertha BSC.

Video: BMO
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Tags zuvor hatte Trainer Jos Luhukay gesagt, dass die Situation bei Hertha BSC nicht ideal sei. Denn der Fußball-Klub aus der Zweiten Liga ist weit davon entfernt, einen kompletten Kader zu haben.

Doch nur einen Tag nach dem Trainingsauftakt musste der Coach auf zwei seiner aktuell 20 vorhandenen Kicker verzichten: Fabian Holland fehlte wegen Magen-Darm-Problemen komplett, Torhüter Maikel Aerts beendete die Einheit vorzeitig, weil er sich das Knie verdreht hatte.

Es war das rechte Knie des Holländers, jenes, das durch einen Anriss des Kreuzbandes vorgeschädigt ist. Das macht die Sache heikel, denn eine ernsthafte Verletzung könnte die Absicht von Hertha durchkreuzen, den Vertrag des 35-Jährigen für eine weitere Saison zu verlängern. Aerts selbst sagte, als er am Vormittag vom Platz ging, dass es nicht so schlimm sei. Eine schnelle Untersuchung ergab eine Innenbanddehnung, die eine Pause von etwa acht Tagen erforderlich macht. Ein weiteres Engagement bei Hertha wäre dadurch vorerst nicht gefährdet.

Interesse an Peer Kluge

Möglicherweise kann Luhukay noch vor der Rückkehr von Aerts ins Training einen neuen Spieler begrüßen. Offenbar ist Hertha stark daran interessiert, Mittelfeldakteur Peer Kluge von Schalke 04 zu verpflichten. Dieses Vorhaben wurde gerade publik, sehr zum Unbehagen der Berliner.

Der 31-Jährige steht beim Bundesligisten Schalke 04 unter Vertrag, in der vergangenen Spielzeit bestritt Kluge lediglich drei Partien dort, was zum Teil an Verletzungen wie einer Meniskus-Operation lag. In den Planungen von Schalke-Trainer Huub Stevens spielt Kluge wohl keine Rolle mehr, der Klub will den Sachsen mit Kontrakt bis 2013 offenbar ohne große finanzielle Forderungen gehen lassen.

Für Hertha wäre Kluge eine gute Option, er kann im Mittelfeld verschiedene Rollen übernehmen und sowohl defensiv als auch offensiv oder aber an der rechten Außenbahn agieren. Zudem würde Kluge viel Erfahrung mitbringen, für Mönchengladbach, Nürnberg und Schalke spielte er 218 Mal in der Bundesliga, hinzu kommen Einsätze in der Champions League und im Uefa-Pokal sowie Zweitliga-Erfahrung.

Keine Planungssicherheit bei Hertha

Das Paket, das Hertha mit Kluge bekommen würde, wäre sicher ein Gewinn für den Klub. Dem Vernehmen nach sind die Verhandlungen auf einem guten Stand. Fest mit ihm rechnen kann Trainer Luhukay allerdings nicht, doch Planungssicherheit bezüglich des Kaders fehlt bei Hertha ohnehin gerade.