"Arbeitsverweigerung"

Beckenbauer attackiert die Hertha-Profis

Nach der 0:5-Pleite beim VfB Stuttgart musste Trainer Michael Skibbe gehen. Ex-DFB-Teamchef und Weltmeister Franz Beckenbauer sieht andere Schuldige: das Team. Die Spieler hätten gegen den Coach gearbeitet. Auch die Vereinsspitze gerät zunehmend unter Beschuss.

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Franz Beckenbauer hat den Profis von Hertha BSC Arbeitsverweigerung unterstellt. Der Auftritt der Berliner bei der jüngsten 0:5-Pleite in der Fußball-Bundesliga beim VfB Stuttgart sei „das beste Beispiel“ dafür, dass eine Mannschaft gegen den Trainer spiele. Coach Michael Skibbe war im Anschluss an die Partie beurlaubt worden. „Das ist Arbeitsverweigerung“, behauptete der ehemalige DFB-Teamchef und Weltmeister im Pay-TV-Sender „Sky“.

Auch wenn es Skibbe in Berlin an Autorität gefehlt und es Probleme mit dem Co-Trainer gegeben habe, „kann sich die Mannschaft nicht so gehen lassen“, fand Beckenbauer. Für Skibbe sei die Arbeit durch seinen kurzfristigen Arbeitsantritt „sehr undankbar“ gewesen.

Auch die Vereinspitze gerät zunehmend unter Beschuss. Der Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL), Horst Zingraf, kritisierte die Sportliche Führung von Hertha BSC wegen der Trainerentlassung von Michael Skibbe scharf. „Bei Hertha ist der Trainer schon lange nicht mehr das Problem. Hertha hat ein Führungsproblem. Die Spieler wissen, dass die Verantwortlichen schnell die Reißleine ziehen und haben die Trainer daher in der Hand“, sagte Zingraf am Montag. Gerade in der Krise sehe man, wie stark ein Klub sei: „Demnach ist Hertha kein starker Klub.“

Hertha BSC hatte sich am Sonntag von Skibbe getrennt. Der 46-Jährige bestritt gerade einmal fünf Pflichtspiele für den Hauptstadtklub, die er alle verlor.

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