Fußball

Heimspiel - Hertha kämpft im Pokal gegen Lautern

Nach sechs Jahren ohne Pokalspiel im heimischen Olympiastadion treten die Berliner im Dezember gegen den 1. FC Kaiserlautern zu Hause an. Trainer Markus Babbel meint, den "Losfluch besiegt" zu haben.

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Sportlich gesehen ging der Wunsch von Markus Babbel dann doch nicht in Erfüllung. Holstein Kiel hatte sich der Trainer des Fußball-Bundesligisten für das Achtelfinale im DFB-Pokal gewünscht, der letzt verbliebene Viertligist sollte es also sein. Am Sonntagabend nun zog Glücksfee und Spielführerin der Frauen-Nationalmannschaft Nadine Angerer in der „Sportreportage“ das Los. Und erfüllte den Fans einen Wunsch, der weit über sportliche Fragen hinausging: Hertha spielt am 20./21. Dezember gegen Ligakonkurrent 1. FC Kaiserslautern. Und zwar zu Hause, im Olympiastadion.

Für viele Fans und selbst für die Verantwortlichen war das am Sonntagabend noch schwer zu begreifen. „Mit Kaiserslautern als Gegner sind wir sehr zufrieden. Wir sind vor allem froh und glücklich, endlich wieder ein Heimspiel im Pokal zu haben. Das freut uns besonders für unsere fantastischen Fans, die lange auf dieses Erlebnis verzichten mussten. Jetzt gehen wir es gemeinsam an“, sagte Manager Michael Preetz.

Kein Wunder, datiert das bisher letzte Heimspiel in Deutschlands wichtigstem Pokalwettbewerb vom Oktober 2005, damals gewann Hertha 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Es folgten 15 Spiele in der Fremde. Nun ist die Freude auch aus finanziellen Gründen groß, rund eine Million Euro dürfte zusätzlich in die Kassen fließen. Hertha hatte nur mit der zweiten Runde geplant – wegen der schlechten Erfahrungen. Das soll in diesem Jahr endlich anders werden, Babbel hatte vor der Saison etwas überraschend als Saisonziel den Pokalsieg ausgegeben.

„Wir haben einen Traum, wenn wir den weiter leben wollen, müssen wir Kaiserslautern schlagen. Auch wenn es nicht leicht wird“, sagte er nach der Auslosung. Babbel vertraut dabei auf die Kraft der Zuschauer: „Zuhause, mit hoffentlich 70.000 Fans im Rücken, wollen wir uns weiter an unser Ziel heranarbeiten. Ein Heimspiel – es ist Klasse, dass wir auch diesen Losfluch endlich besiegt haben.“ Auch in der Mannschaft war die Freude über einen schlagbaren Gegner groß. „Wir haben in dieser Saison ein großes, gemeinsames Ziel, im Pokalwettbewerb möglichst weit, vielleicht sogar ins Finale zu kommen.

Um das zu erreichen, müssen wir Kaiserslautern schlagen“, meinte Kapitän Andre Mijatovic. Die Stimmung fasste wohl Stürmer Pierre-Michel Lasogga am besten zusammen: „Wichtiger als der Gegner ist für unsere Fans, dass wir endlich wieder mal hier spielen.“ Und wer weiß, vielleicht wartet Kiel dann ja im Viertelfinale – dafür müssten die Holsteiner allerdings Mainz schlagen.

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