Berliner Ex-Finanzsenator gestorben

Hertha BSC trauert um Heinz Striek

Fußball-Bundesligist Hertha BSC trauert um Heinz Striek. Am Wochenende starb der 93-jährige Ex-Schatzmeister und Vorsitzende des Ältestenrates des Hauptstadtclubs. Er war Zeitzeuge, als Hertha 1930 und 1931 die deutsche Meisterschaft gewann.

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Heinz Strieks Tod lässt den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC und viele Berliner inne halten. Im Alter von 93 Jahren ist eine große Persönlichkeit, die auch in der Politik tätig war, gestorben. Gemeinsam mit Ex-Präsident Wolfgang Holst hat der Klub nun binnen eines Jahres zwei große Idole verloren. Striek, der als

13-Jähriger am Bahnhof Friedrichstraße die Meisterfeier 1931 miterlebte, hat den Verein nachhaltig geprägt. „Dies ist ein trauriger Tag. Heinz Striek hat sich um Hertha BSC verdient gemacht“, würdigte Präsident Werner Gegenbauer am Montag.

Striek war Träger der Verdienstnadel in Gold, der Goldenen Vereinsnadel mit Brillanten und des Hertha-Ehrenrings. Als Vorsitzender des Ältestenrates stellte Striek bis zuletzt auf den Mitgliederversammlungen den Bericht des Ältestenrates vor. Wenn er das Podest bestieg, wurde es still im Saal. Der ehemalige Vize-Präsident und Schatzmeister zählte aber nicht nur im Verein des Bundesligisten zu den Urgesteinen.

Striek wurde zu Beginn der 1960er Jahre zunächst Berliner Senatsdirektor für Finanzen unter dem damaligen Regierenden Bürgermeister Willy Brandt, bevor er von 1967 bis 1975 das Amt des Finanzsenators unter den Bürgermeistern Heinrich Albertz und Klaus Schütz ausübte. In Anlehnung an seine Verdienste bekam der einstige Steuerberater 1985 den Titel des Stadtältesten zugesprochen, als er aus dem Parlament ausschied.

Das erste Spiel der Berliner Hertha sah Heinz Striek als er zehn Jahre alt war. Damals gewannen die Blau-Weißen mit 3:2 gegen Viktoria 89 und seither war er begeisterter Herthaner. „Ich kann von mir behaupten, dass ich seit 1928 jedes Heimspiel von Hertha BSC gesehen habe, wenn ich in Berlin war“, sagte Striek noch im August voller Stolz. Dieser Liebe zum Verein wird großer Respekt gezollt. „Heinz Striek wird bei Hertha BSC, genau wie Wolfgang Holst, niemals vergessen werden. Es ist für Hertha BSC sehr traurig, dass beide binnen so kurzer Zeit nicht mehr unter uns sind – sie waren große Herthaner“, betonte Geschäftsführer Michael Preetz.