Bundesliga

Hertha mit Nullnummer gegen Mainz

Gehofft hatte ja mancher, dass Hertha BSC nach der 0:4-Niederlage in München nun gegen Mainz mal so richtig aufdrehen würde. Das aber passierte nicht: Das schwache Spiel im Olympiastadion ging 0:0 aus. Die Herthaner waren erschreckend passiv - und Mainz nutzte seine Chancen nicht.

Statt einer Trotzreaktion folgte eine enttäuschende Nullnummer: Fußball-Bundesligist Hertha BSC ist die Wiedergutmachung nach der heftigen 0:4-Niederlage bei Bayern München vor einer Woche misslungen. Die Berliner kamen am Samstag vor 47.064 Zuschauern im heimischen Olympiastadion gegen den FSV Mainz 05 nicht über ein mageres 0:0 hinaus und warten damit weiter auf den ersten Sieg gegen die Mainzer seit sechs Jahren.

Hertha-Trainer Markus Babbel baute sein Team im Vergleich zum 0:4 in München auf einigen Positionen um: Statt Peter Niemeyer kam im defensiven Mittelfeld Fabian Lustenberger zum Einsatz, im Angriff ersetzte Adrian Ramos Jungstar Pierre-Michel Lasogga.

Sein Gegenüber Thomas Tuchel setzte nach dem 0:1 gegen Aufsteiger FC Augsburg auf eine gestärkte Defensive. Hinter dem für Eric-Maxim Choupo-Moting eingetauschten Mittelstürmer Sami Allagui agierte Nicolai Müller als hängende Spitze. In der Mittelfeld-Raute rückte Elkin Soto auf links in die Startelf, Julian Baumgartlinger und Marcel Risse mussten dafür auf die Bank.

Trotz der defensiveren Marschroute nahmen die Gäste aber von Beginn an das Heft des Handelns in die Hand. Während sich die Hertha mit Offensivbemühungen schwertat, setzten die Mainzer nach zwölf Minuten das erste Ausrufezeichen: Soto tankte sich auf der linken Strafraumseite durch, seine Hereingabe erreichte Andreas Ivanschitz, der aus sieben Metern rechts am Tor vorbeischoss.

Von den äußerst passiven Gastgebern war hingegen nichts zu sehen. Ramos hing als einzige Spitze in der Luft, auch Spielmacher Raffael konnte keine Impulse setzen. Mainz diktierte das Geschehen, ohne jedoch zwingende Chancen zu kreieren. Erst in der 41. Minute sorgte der agile Soto für ein wenig Aufregung in der schwachen Partie: Nach einem Doppelpass mit Nicolai Müller tauchte der Kolumbianer auf der linken Seite vor dem Tor von Hertha-Keeper Thomas Kraft auf. Soto scheiterte jedoch mit einem Schuss aus sieben Metern am glänzend reagierenden Ex-Münchner.

Auch in den zweiten 45 Minuten änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts: Mainz bestimmte das Spiel, nutzte seine wenigen Chancen aber nicht. Berlin wartete weiter ab. In der 57. Minute wurde die Passivität der Gastgeber beinahe durch den Ex-Herthaner Malik Fathi bestraft, der nach einem Eckball von Ivanschitz knapp übers Tor köpfte. Nur eine Minute später scheiterte Ivanschitz, der in der 73. Minute Bundesliga-Debütant Yunus Mali weichen musste, nach einer Flanke von Zdenek Pospech völlig frei stehend am erneut stark parierenden Kraft.

Tuchel brachte daraufhin Choupo-Moting für den schwachen Nicolai Müller. Babbel ersetzte Ben-Hatira durch Tunay Torun und wechselte Pierre-Michel Lasogga für Ramos ein. Wirkung zeigten beide Umstellungen aber nicht. Den Berlinern gelang auch in der zweiten Hälfte keine nennenswerte Offensivaktion. In der 71. Minute musste Babbel auch noch den verletzten Fabian Lustenberger vom Feld nehmen - der Schweizer wurde von Levan Kobiashvili unglücklich am Kopf getroffen. Erst in der Schlussphase entwickelte das Babbel-Team ein wenig mehr Offensivdrang. Zu spät aber, um die Mainzer ernsthaft zu gefährden.

>>> Lesen Sie mehr zum Thema und reden Sie mit - im Hertha BSC Blog Immer Hertha unter www.immerhertha.de