Hertha BSC

Rob Friend wird mit Berlin nicht richtig warm

Hertha-Trainer Markus Babbel zweifelt offenbar daran, ob sich Rob Friend in Berlin einleben kann. Wollte er den Kanadier bislang unbedingt behalten, scheint es nun doch, als sollten sich die Wege trennen.

Als vorletzter Profi stapfte Rob Friend lange nach den Stammspielern vom Trainingsgelände. Das Netz voller Bälle, das er geschultert hatte, kündete in der Fußballsprache von seinem Status als Außenseiter bei Hertha BSC. Sogar noch eine Weile nach ihm kam Pierre-Michel Lasogga vom Feld, gemeinsam hatten die beiden Angreifer noch eine Zusatzeinheit Torschussübungen eingelegt. Das an sich ist nicht außergewöhnlich, Friend und Lasogga sind de facto viel weniger Rivalen als das Motto „nur einer kann spielen“ es annehmen lässt. Am zweiten Spieltag aber verfügte Trainer Markus Babbel: Keiner von beiden spielt. Der erst nach 71 Minuten eingewechselte Lasogga saß erstmals seit vergangenen November aus taktischen Gründen zunächst nur auf der Bank. Friend war sogar nicht einmal mit nach Hamburg gefahren.

"Klar war ich überrascht“, erzählte Lasogga von dem Moment in der Besprechung vor dem Spiel, als er vom Blick auf die Aufstellungstafel erfuhr, dass er nicht in der Startelf stehen würde: „Ich war schon enttäuscht.“ Was soll Friend da erst sagen: Wie schon am ersten Spieltag gehörte er nicht zum 18er-Kader. Doch wurden vor einer Woche noch Rückenbeschwerden als Begründung angegeben, gab diesmal fehlende Leistung dafür den Ausschlag. „Rob muss sich weiter anbieten“, sagte Manager Michael Preetz.

Wollte Babbel den Kanadier bislang partout behalten, scheint es nun doch, als sollten sich die Wege bis spätestens zum Transferschluss am Monatsende (31.August) trennen. „Rob ist fleißig und ein guter Typ, im Training macht er hervorragende Sachen. Aber wenn er das Trikot überzieht, ist das wie weggeblasen“, sagte der Trainer und ließ dem den entscheidenden Satz folgen, nach dem Friend trotz Vertrages bis 2013 wohl keine Zukunft mehr bei Hertha hat: „Er wird mit Berlin nicht richtig warm.“

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