1. Bundesliga

Herthas Chance auf Revanche gegen Hamburg

Die bisherigen Partien der Herthaner gegen den Hamburger SV garantierten bisher stets gute Unterhaltung. Doch spricht die Statistik gegen die Berliner, die in 19 Spielen als Verlierer vom Platz gingen - und meist von roten Karten begleitet wurden.

Foto: Bongarts/Getty Images

Der „Dino“ gegen das Bundesliga-Gründungsmitglied – wenn Hertha BSC zum Hamburger SV reist, geht es traditionell hoch her. Gleich im ersten Duell im Oktober 1963 erlebten 40.000 Zuschauer im Volksparkstadion sechs Tore. Die Berliner eröffneten den Reigen, Torwart Wolfgang Tillich unterlief ein Eigentor (24.). Helmut Faeder sorgte für das 1:1 (45.), ehe das Unheil für die Gäste seinen Lauf nahm: Die Brüder Uwe (57.) und Dieter Seeler (60.) sowie Willi Giesemann (61.) und Gert Dörfel (70.) besiegelten eine 1:5-Niederlage von Hertha.

Insgesamt 32 Mal sind die Berliner nach Hamburg gefahren. Und tun sich bei dem einzigen Verein, der seit 1963 durchgehend erstklassig ist, regelmäßig schwer. Bis zum ersten Sieg mussten sich die Herthafans bis September 1971 gedulden. Da schossen Zoltan Varga (58.) und Arno Steffenhagen (81.) ein 2:1 heraus. Lediglich fünf Erfolge gelangen in Hamburg, dem gegenüber stehen acht Unentschieden und 19 Niederlagen.

Ein Stadionbesuch dieser Partie ist zu empfehlen. Die Rivalität zwischen Hamburg und Berlin ist ausgeprägt. Lediglich einmal, im November 1970 trennten sich die Kontrahenten torlos. Oft ging es turbulent zur Sache. Regelmäßig flogen in den hitzigen Begegnungen vor allem Herthaner vom Platz. Im März 2004 unterlagen neun Berliner mit 0:2, Dick van Burik (53.) und Arne Friedrich (66.) sahen die Rote Karte. Im Dezember 2005 verloren die Berliner mit 1:2, Marcelinho kassierte eine Ampelkarte (52.). Bei dem 1:1 im August 2006 mussten Herthas Sofian Chahed (Gelb-Rot/86.) und der Hamburger Collin Benjamin (Rot/88.) vorzeitig vom Platz.

Doch Hertha gelangen auch eindrucksvolle Siege. Bei klirrender Kälte von zwölf Grad minus spielten die Gäste im Dezember 1998 den HSV auseinander. Nach Toren von Pjotr Reiss (22.), Dariusz Wosz (50.), Rene Tretschok (77.) und Michael Preetz (80.) gelang vor 20.120 bibbernden Zuschauern mit 4:0 der höchste Sieg in Hamburg.

Im Folgejahr revanchierte sich der HSV jedoch, Hertha kehrte im September 1999 von der Dienstreise an die Elbe mit einem 1:5 zurück.

Gojko Kacar gelang in Hamburg eines der schönsten Tore der jüngeren Vereinshistorie. Im Mai 2009 hatte Stoßstürmer Marco Pantelic den Ball mit der Brust abgelegt, Kacar jagte einen 27-m-Kracher über den verdutzten HSV-Torwart Frank Rost hinweg zum 1:1-Endstand in den linken Winkel. Die Herthafans wählten diesen Treffer zum Tor der Jahres 2009.

Das letzte Erfolgserlebnis der Gäste liegt schon etwas länger zurück. Im Januar 2001 sorgte Torjäger Preetz mit zwei Treffern für einen hart erkämpftes 2:1, begleitet von Roten Karten für Rob Maas (28.) und Rodolfo Cardoso (77.).

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