Reizfigur Ronaldo

Babbel ist Fan - Ebert findet Messi besser

1:3 unterlagen die Herthaner gegen Real Madrid. Begehrt waren die Trikots der "Königlichen" nach dem Spiel. Wer welches Spielerhemd bekam.

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Ronaldo, Özil, Khedira und Co. sind bei aller Aufstiegs-Euphorie noch einige Nummern zu groß für Hertha BSC.

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Herthaner Tunay Torun staunte nicht schlecht. Er habe nach dem Abpfiff einen Blick in die Kabine von Real Madrid geworfen. Es ging um das Thema, wer mit wem Trikots getauscht hatte. „Auf dem Platz von jedem Real-Spieler lag ein Stapel mit fünf Trikots.“ Torun hat trotz der prominenten Namen beim spanischen Rekordmeister mit niemandem getauscht. „Ich hatte vorher mit Hamit Altintop telefoniert. Er hat mir gesagt, er schickt mir etwas nach Hause“, berichtete der Neu-Herthaner, der den Neu-Madrilenen aus der Bundesliga und von der türkischen Nationalmannschaft kennt. Allerdings fehlte Altintop wegen einer Verletzung beim Kurztrip der „Königlichen“ nach Berlin.

Auch Patrick Ebert hielt sich an einen alten Bekannten. Er plauderte und tauschte nach dem 1:3 für Real das Trikot mit Mesut Özil, mit dem er 2009 Europameister bei der U21-EM in Schweden geworden war. Ebert schmunzelte über Alfredo Morales. „Er hat sich total gefreut über das Trikot von Kaka. Wahrscheinlich schläft er jetzt darin.“

Andreas Ottl hatte mit niemandem getauscht. Und niemand wusste, ob irgendein Herthaner sich das Jersey vom Superstar des Abends, von Cristiano Ronaldo (26), gesichert hatte. Die Meinungen über den exzentrischen Stürmer gingen intern im blau-weißen Tross ebenso auseinander wie beim Publikum. Da hatte es bei Ronaldo-Antritten im ausverkauften Berliner Olympiastadion immer wieder ebenso stürmischen Beifall wie heftige Pfiffe gegeben.

Ebert wehrte ab, ob der Portugiese ein Vorbild sei. „Messi und er sind die besten Fußballer, die es im Moment gibt. Aber Messi ist auf dem Boden geblieben.“ Nein, er habe nicht mitbekommen, dass jemand das Ronaldo-Trikot bekommen habe.

Hertha-Trainer Markus Babbel outete sich als Ronaldo-Fan. „Es sieht manchmal etwas divenhaft aus, wie er sich bewegt, was er macht. Aber wer sich etwas näher mit ihm beschäftigt, weiß, dass Ronaldo extrem hart arbeitet. Er ist der Erster, der zum Training kommt, und der Letzte, der geht. Regelmäßig macht er Zusatzschichten, um seine gefürchteten Freistöße zu üben.“

Ebert räumte ein, ja, die Freistöße seien sensationell. Wie jener, den Ronaldo zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich aus 23 Metern im Hertha-Tor versenkte (29. Minute). „Aber das ist beinahe unmöglich zu kopieren. Es ist nicht normal, so gut wie jeden Freistoß über die Mauer oben in den Giebel zu hauen.“

Das Schlusswort hatte Mittelfeldspieler Andreas Ottl: „Ronaldo kostet halt nicht umsonst 90 Millionen Euro.“ Soviel betrug die Ablöse, die Real Madrid 2009 an Manchester United für den Spieler an Manchester United überwiesen hatte.

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