Hertha BSC

"Hertha wird in der Bundesliga bestehen"

Real-Star Sami Khedira ist überzeugt vom Aufsteiger Hertha BSC. Trainer Markus Babbel hält er für den richtigen Mann für die Berliner.

Vor dem freundschaftlichen Vergleich im mit 74.244 Zuschauern restlos besetzten Olympiastadion hatte er sich länger mit seinem ehemaligen Vorgesetzten unterhalten. Nachdem der Favorit aus Madrid erwartungsgemäß mit 3:1 die Oberhand behalten hatte, hatte der deutsche Nationalspieler und Real-Star Sami Khedira (24) nur gute Worte für Markus Babbel und Gastgeber Hertha BSC.

Morgenpost Online: Sie kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim VfB Stuttgart. Was haben Sie mit Markus Babbel besprochen, den Sie als Spieler und als Trainer kennengelernt haben, Herr Khedira?

Sami Khedira: Wir haben uns länger nicht gesehen und uns jetzt gegenseitig zur Entwicklung gratuliert. Markus ist meines Erachtens ein sehr guter Trainer, der noch jung ist, aber schon gute Leistungen abgerufen hat. Er weiß selbst, dass er damals in Stuttgart den einen oder anderen Fehler gemacht hat. So etwas passiert in jungen Jahren. Ich bin überzeugt, wenn Markus seinen Weg weitergeht, wie er ihn jetzt mit Hertha angefangen hat, dass er ein sehr erfolgreicher Trainer werden wird. Vielleicht so erfolgreich wie er als Spieler war. Dort hat er diverse Titel gewonnen.

Morgenpost Online: Sie waren verletzt, konnten länger nicht trainieren. Wie zufrieden waren Sie mit Ihrer Leistung in der zweiten Halbzeit?

Sami Khedira: Insgesamt war das ganz ordentlich. Aber ich war vor dem Sommer verletzt. Dann war ich wieder dran. Und musste in der Vorbereitung erneut eine Woche aussetzen. Mir fehlt jetzt noch etwas der Spielrhythmus. Wenn ich den bekomme, wird es von Spiel zu Spiel besser werden.

Morgenpost Online: Wie hat es sich angefühlt, mal wieder in Deutschland zu spielen?

Sami Khedira: Ich bin gern hier nach Berlin gekommen. Ich habe nur gute Erinnerungen an die Stadt. Das ist ein schönes Stadion, vor allem wenn es ausverkauft ist.

Morgenpost Online: Kennen Sie die Profis von Hertha noch? Und was trauen Sie dem Aufsteiger in der Bundesliga zu?

Sami Khedira: Ich bin ja nicht aus der Welt und verfolge den deutschen Fußball weiter. Hertha hat eine gute Mannschaft. Natürlich kenne ich Raffael noch, der technisch sehr versiert ist. Oder Patrick Ebert, für mich ein hervorragender Fußballer mit großem Potenzial. Ich habe hier eine kompakte, geschlossene Hertha gesehen mit einer sehr guten Strategie. Wenn Hertha in der Bundesliga so auftritt wie in der ersten Halbzeit, wird die Mannschaft dort bestehen.

Morgenpost Online: Sie sind Sohn eines tunesischen Vaters und Moslem, demnächst beginnt der Ramadan. Wie halten Sie als Leistungssportler es mit dem Fasten?

Sami Khedira: Ich faste nicht. Ich halte es sinnvoll sich weiter zu ernähren wie sonst auch. Weil sonst der Substanzverlust sehr groß ist. Das muss jeder für sich selbst klar machen. Ich habe diesen Weg gewählt.

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