Nach Finger-OP

Einsatz von Ramos gegen Real Madrid fraglich

Nach seiner Operation am entzündeten Mittelfinger steht für Hertha-Stürmer Adrian Ramos nicht nur der Einsatz gegen Madrid, sondern auch die erste Runde im DFB-Pokal auf der Kippe. Auch Nico Schulz laboriert noch an einer Virusinfektion.

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Es begann wie eine Lappalie, inzwischen aber bangt Hertha BSC um den Einsatz seines Stürmers Adrian Ramos morgen im Testspiel gegen Real Madrid (18 Uhr, Sport 1 live). Der Kolumbianer, der erst vor wenigen Tagen von der Reise zur Copa America mit seiner Nationalmannschaft zurückgekehrt war, laboriert noch immer an einer Entzündung des Mittelfingers an der rechten Hand. Er war deshalb bereits am Sonnabend und damit einen Tag früher als der Rest der Mannschaft aus dem Trainingslager in Bad Waltersdorf/Österreich abgereist, inzwischen ist er von Handspezialist Christian Pessenlehner operiert worden.

Die Wunde musste aufgeschnitten werden, weil sie zu stark eiterte. Seither ist völlig unklar, ob Ramos die heutige Trainingseinheit (16 Uhr) absolvieren kann. Versuchen soll er es auf jeden Fall, sollten die Schmerzen aber noch zu groß sein, müsste er wohl notgedrungen auf den Höhepunkt der Saisonvorbereitung verzichten. Wenn es ganz schlecht für Hertha läuft, könnte sogar sein Einsatz in der ersten Runde des DFB-Pokals in Meuselwitz am Sonntag in Gefahr sein. Im Trainingslager hatten sich die Verantwortlichen zunächst noch gelassen gezeigt. Die ersten Symptome an Ramos Finger hatten sich am Freitag eingestellt, da hieß es noch, der Angreifer solle auf jeden Fall bleiben und erst am Montag untersucht werden. Dann aber verschlimmerte sich die Entzündung, und Ramos musste abreisen. Noch am Sonnabend hatte Manager Michael Preetz gesagt: „Wir erwarten ihn am Dienstag zurück im Training.“ Da hatte aber wohl auch noch niemand ernsthaft mit einer Operation gerechnet.

Bei Nico Schulz ist noch keine Besserung in Sicht. Das Abwehrtalent hat es seit Wochen mit einer hartnäckigen Virusinfektion zu tun, die ihn im Training behindert. Manager Preetz meinte: „Wir müssen warten, bis die Blutwerte in Ordnung sind und wir von den Ärzten grünes Licht bekommen. Das kann noch ein wenig dauern.“ Schulz hatte sich im Türkei-Urlaub Pfeifferschers Drüsenfieber eingefangen und hatte deshalb bereits das erste Trainingslager verpasst. Danach hegte er zunächst Hoffnung, doch ein erneuter Bluttest fiel nicht gut aus, sodass er auch das zweite Trainingslager verpasste. Während die Mannschaft in Bad Waltersdorf ackerte, blieb Schulz in Berlin und schob moderate Sonderschichten. „Es ist ja nicht so, dass er gar nicht trainieren kann, er kann nur nicht in den Maximalbereich gehen“, so Preetz.

Bitter für den erst 18 Jahre alten Verteidiger: Selbst wenn sich seine Blutwerte jetzt schnell erholen, hat er die gesamte Vorbereitung verpasst und damit einen massiven Rückstand auf den Rest des Teams, der wohl erst in wochenlanger Arbeit aufgeholt werden müsste.

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