Hertha BSC

Babbel lässt sich bei Vertragsverlängerung Zeit

Hertha-Manager Michael Preetz will, dass Trainer Markus Babbel seinen Kontrakt verlängert. Grundsätzlich ist dieser dafür - will sich aber dennoch für eine Entscheidung Zeit lassen.

Für Hertha-Trainer Markus Babbel ist eine schnelle Vertragsverlängerung weiter nicht aktuell. „Wir werden das Thema in Ruhe angehen“, unterstrich der Chefcoach des Bundesliga-Aufsteigers mit Hinweis auf die derzeit fehlende Zeit im Fußballmagazin „Kicker“. Berlins Manager Michael Preetz habe Babbel bereits auf eine vorzeitige Ausdehnung des derzeit bis zum Saisonende laufenden Kontrakts angesprochen.

Als Zeichen für fehlende Bereitschaft jedoch will Babbel die Zurückhaltung nicht gewertet wissen: „Ich fühle mich total wohl in Berlin. Aber ich bin lange genug dabei und weiß: Wenn die Ergebnisse nicht passen, kann's auch schnell kippen“, betonte der 38 Jahre alte Ex-Europameister, der nach dem sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Liga in Berlin ausgiebig gefeiert wurde. „Jetzt ist erst einmal ein guter Saisonstart vonnöten“, sagte Babbel der „Berliner Zeitung“.

Grundsätzlich sieht Babbel in den entscheidenden Dingen für eine langfristige Zusammenarbeit Übereinstimmung mit Hertha. „Sind die Verantwortlichen mit meiner Arbeit zufrieden? Und habe ich das Gefühl, dass die Ziele des Vereins und meine zusammenpassen? Beides ist im Moment der Fall. Aber noch mal: Wir haben keine Eile“, erklärte Babbel im Trainingslager der Berliner im Schweizer Solothurn. Nach dem Abstieg im Sommer 2010 hatte der Ex-Münchner die Hertha übernommen und wieder ins Fußball-Oberhaus zurückgeführt.

Mit einer langfristigen erfolgreichen Arbeit bei Hertha auch in der Bundesliga könnte Babbel in seiner Trainerkarriere einen weiteren Schritt nach oben machen. Seine persönlichen Ziele sind auch da ehrgeizig. Natürlich sei es sein „Traum und ein Ziel“, irgendwann als Trainer beim FC Bayern zu arbeiten, verriet Babbel: „Ich habe 16 Jahre für den Verein gespielt.“ Aber dafür müsse er „noch viel, viel mehr leisten“. Franz Beckenbauer hatte Babbel als Zukunftslösung beim deutschen Rekordmeister ins Spiel gebracht. „Aber im Moment bin ich in Berlin - mit sehr viel Freude“, sagte Babbel.

Mit den Neuzugängen Thomas Kraft, Andreas Ottl, Maik Franz und Tunay Torun sieht Babbel seinen Kader für die Bundesliga gut aufgestellt. „Angesichts der knappen Finanzen bin ich hochzufrieden mit unseren Neuzugängen“, sagte der Hertha-Chefcoach. „Hochgradig interessiert“ aber sei der Club weiter an einer Rückkehr von Malik Fathi, der bei Spartak Moskau unter Vertrag steht und somit Ablöse kostet. „Malik ist Herthaner, er ist sehr vielseitig und ein absoluter Top-Profi“, erklärte Babbel.

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