Aufstiegsaussichten

Hertha-Spieler träumen von der Meisterschale

Montag kann Hertha BSC den direkten Wiederaufstieg in die Erste Liga perfekt machen. Die Spieler haben schon ein zweites Ziel: Platz 1. Die weiteren Aufstiegsplätze sind noch umkämpft.

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Bochum patzt, Berlin muss warten – die trostlose Nullnummer des VfL hat den Aufstieg von Hertha BSC vertagt. Frühestens am Ostermontag, wenn der Spitzenreiter zum Abschluss des 31. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga beim MSV Duisburg zu Gast ist, können die Sektkorken knallen (im Live-Ticker bei Morgenpost Online . „Erst wenn rechnerisch alles klar ist, wird gefeiert“, sagte Trainer Markus Babbel. Hertha könnte in Duisburg schon ein Punkt zur Rückkehr ins Oberhaus reichen, wenn die SpVgg Greuther Fürth im bayerischen Derby am Samstag beim TSV 1860 München nicht gewinnt.

Zweifel am Aufstieg hat in Berlin niemand. Vielmehr denken die Hertha-Profis schon an den nächsten Coup. „Wenn der Aufstieg rechnerisch steht, geht es um den Meistertitel“, meinte Kapitän André Mijatovic. Auch Mittelfeld-Abräumer Peter Niemeyer ist heiß auf den erst seit 2009 ausgespielten Meisterpokal: „Ich will jetzt Erster werden und die Schale in den Händen halten“.

Der FC Augsburg muss sich noch etwas länger gedulden, bevor er den ersten Bundesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte feiern kann. „Wir brauchen noch zwei Siege“, sagte Verteidiger Uwe Möhrle. Alemannia Aachen am Sonntag zu Hause und auswärts am 2. Mai in Cottbus sind die kommenden Aufgaben der seit zehn Spielen ungeschlagenen Schwaben.

Im Kampf um den Aufstiegs-Relegationsplatz büßten Bochum und Erzgebirge Aue wertvollen Boden ein. Der VfL muss nach dem torlosen Remis am Donnerstag beim SC Paderborn sogar um Platz drei bangen. „Wir werden uns sicherlich nicht freiwillig vom Aufstiegsrennen verabschieden“, betonte VfL-Sportvorstand Thomas Ernst, „die Mannschaft geht momentan etwas auf dem Zahnfleisch, aber wir werden alles dran setzen, die Leichtigkeit wieder ins Spiel zu bekommen“.

Für Aue dürfte das Rennen um Platz drei gelaufen sein. „Die erste Halbzeit war ein Grottenkick von uns“, stellte Trainer Rico Schmitt nach dem 1:2 im Ostderby gegen Energie Cottbus enttäuscht fest. Die Partie stand kurz vor dem Abbruch. In der 66. Minute unterbrach Schiedsrichter Peter Gagelmann für acht Minuten, nachdem aus dem Gäste-Fanblock Feuerwerkskörper auf das Spielfeld geflogen waren.

Nach den Patzern der Konkurrenz kann Fürth mit einem Sieg in München auf den dritten Platz vorrücken. „Ein super schweres Spiel für uns“, mahnte „Löwen“-Trainer Reiner Maurer, „für Fürth ist es das Schicksalsspiel um den dritten Platz“. Im Tabellenkeller ist nach Bielefelds Abstieg am „grünen Tisch“ eine weitere Entscheidung gefallen. Der FSV Frankfurt machte mit dem 1:1 in Osnabrück den Klassenverbleib vorzeitig perfekt.

Im Kellerduell mit dem Karlsruher SC geht es für Rot-Weiß Oberhausen am Samstag fast schon um Alles oder Nichts. „Wir haben ein Heimspiel gegen Karlsruhe und danach noch drei Möglichkeiten, die Punkte zu holen. Es wäre verfrüht, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken“, sagte RWO-Coach Theo Schneider. KSC-Kollege Rainer Scharinger erwartet ein „sehr schwieriges Kampfspiel. Ich hoffe, dass wir da nicht zu verkrampft sind.“

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