Zweitliga-Bestmarke

Hertha peilt den 500. Heimtreffer an

Hertha BSC hat die nächste Bestmarke im Visier: Sollten die Berliner gegen Osnabrück drei Tore schießen, hatten sie isngesamt 500 Treffer in Zweitligaheimspielen erzielt. Doch Trainer Babbel will von solch vermeintlich historischen Bestmarken nichts wissen.

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Es ist nur ein Zahlenspiel, und doch hat es irgendwie Charme: Sollte Herthas Offensive im Spiel gegen den VfL Osnabrück gut aufgelegt sein, könnte der Klub sein 500. Heimtor in der Zweiten Liga erzielen. Drei Treffer wären dafür nötig, in 258 Spielen fielen also bisher 497 Tore. Es sind genau solche Überlegungen, die Markus Babbel derzeit auf die Palme bringen. „Egal, wer mich derzeit anspricht, es geht immer nur um die Höhe, ob jetzt 5:0, 6:0, oder 7:0“, sagt der Trainer.

Tatsächlich ist die Ausgangslage auf dem Papier weitaus eindeutiger als die auf dem Rasen. Die Niedersachsen kommen als 16. der Tabelle nach Berlin, eine klare Sache eigentlich.

Doch Manager Michael Preetz warnt: „Es kommen jetzt drei Gegner, gegen die wir in der Hinrunde genau keinen Punkt geholt haben.“ 0:2 unterlag Hertha im Hinspiel, es folgten die Niederlagen gegen Duisburg (0:2) und 1860 München (0:1). Und Osnabrück befindet sich nach fünf Niederlagen in Folge zumindest in einem leichten Aufwind: Die letzten beiden Partien holte die Mannschaft von Trainer Heiko Flottmann, der die Leitung erst vor wenigen Tagen übernahm, immerhin jeweils einen Punkt. „Es kommt ein Gegner, der mitten im Abstiegskampf ist und der durch den Trainerwechsel wieder sehr gute Leistungen gezeigt hat“, sagt Babbel, der trotzdem weiß, wie das Spiel zu laufen hat: Nämlich über Herthas Offensive. „Wir müssen das Spiel machen, uns Torchancen erarbeiten, also eine hohe Laufbereitschaft an den Tag legen“, sagt er.

Raffel vor Rückkehr in die Startelf

Ob dabei Raffael wieder eine Rolle spielt? „Es ist eine Überlegung, ja“, sagte Babbel mit einem Schmunzeln. Und so wird er wohl wieder auf die Künste des Brasilianers vertrauen, reguliert er doch schon seit Wochen über diese Personalie den Grad der Offensive des Spiels: Soll sein Team vor allem kompakt stehen wie in Bochum, vertraut er dem Duo Peter Niemeyer/Fabian Lustenberger. Muss Hertha das Spiel machen, ist Raffael gefordert. Den nimmt er genau wie den Rest der Mannschaft in die Pflicht: „Es sind nur noch wenige Spiele zu absolvieren, wir sind dem Ziel nahe, aber noch nicht durch. Wenn jetzt die Spannung bei einem runter geht, hat er seinen Job verfehlt“, sagt der Trainer.

Statistisch gesehen kann nicht viel schiefgehen: Achtmal reiste der VfL bislang nach Berlin. Nur einmal schaffte er ein Remis, die anderen sieben Partien gewann Hertha. Aber auch das ist am Ende nur ein Zahlenspiel.

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