Zweite Liga

Hertha-Trainer Babbel setzt auf Sascha Bigalke

Der dritte Fußbruch seiner Profikarriere verhinderte eine Ausleihe an Arminia Bielefeld. Nun ist Nachwuchstalent Sascha Bigalke wieder im Training von Hertha BSC angekommen. Sein Einsatz in der ersten Elf ist aber unwahrscheinlich.

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Wirklich viele Spieler hat Markus Babbel derzeit nicht zur Verfügung, exakt sind es zwölf plus drei Torhüter. Der Rest ist auf Länderspielreise oder verletzt. Kein Wunder, dass ein Spieler dieser Tage nicht nur wegen seiner blonden Haare aus dem kleinen Tross heraus sticht: Sascha Bigalke.

Im Januar hatte der 21-Jährige das unfassbare Pech, sich im Probetraining für eine Ausleihe zu Arminia Bielefeld den Fuß zu brechen, es war bereits der dritte Bruch an gleicher Stelle. Arminia schickte ihn mit den besten Wünschen zurück in die Hauptstadt.

Jetzt, rund zwei Monate später, ist er zurück im Mannschaftstraining. „Ein gutes Gefühl“, freute er sich, und auch Markus Babbel sieht „ein wenig Licht am Horizont“ für sein Nachwuchstalent, das „eine schwere Zeit“ überwunden habe. Dabei geht die Fragerei um die Zukunft Bigalkes jetzt erst richtig los, denn sein Vertrag läuft im Sommer aus. Er habe zwar „keine Zweifel, den Anschluss zu schaffen“, sagt Bigalke. Aber auch er sieht das Problem, dass es in dieser Phase der Saison um den Aufstieg geht und er nicht mehr auf Einsätze in der ersten Elf hoffen kann. „Bei den Profis hat es ja momentan keinen Sinn“, sagt er.

Zumindest macht ihm Markus Babbel, und das ist nicht selbstverständlich, Hoffnungen auf Einsätze in der U23. Denn gerade offenbart der Fall Lennart Hartman, dass es Spieler, für die der Verein keine Profi-Perspektive sieht, auch in der U23 schwer haben. „Er wird ein paar Spiele machen müssen, es liegt an ihm, dass ich an ihm nicht vorbeikomme“, sagt Babbel mit Blick auf die erste Mannschaft, „da war er ja schon auf einem guten Weg.“

Vielleicht trifft es sich ganz gut, dass sich Bigalke genau in der Länderspielpause zurückmeldet. Die Gruppe ist überschaubar, und das Training ist hart. „Das kommt mir gelegen“, sagt er. Überhaupt gibt sich Bigalke sehr bescheiden, von Forderungen ist er jedenfalls weit entfernt. „Ich hoffe, dass ich noch zwei, drei Spiele in der U23 machen kann“, sagt er mit Blick auf die auslaufende Saison. Damit er doch noch Zeit bekommt, sich für einen weiteren Vertrag zu empfehlen.

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