1. FC Köln

Ex-Herthaner Schorch tritt gegen Berlin an

Er war fast hundert Mal im Olympiastadion. Aber heute wird Christopher Schorch (20) eine Premiere erleben: Worauf er zwischen 2004 und 2007 zumeist als Talent aus dem Nachwuchs von der Tribüne aus gehofft hat, wird nun Realität: Mit dem 1. FC Köln wird der Ex-Herthaner erstmals in einer Startelf in die WM-Arena einlaufen.

Foto: Bongarts/Getty Images / Bongarts/Getty Images/Getty

Nach zwei Jahren im Ausbildungsteam von Real Madrid war Schorch im Juli an den Rhein gewechselt. Einige Male durfte der Youngster mit den Superstars um Raul, Ruud van Nistelrooy oder Fabio Cannavaro trainieren, spielte aber lediglich in der dritten Liga Spaniens.

Der Umzug ins Rheinland ist dem Junioren-Nationalspieler gut bekommen. Von elf Liga-Spielen hat Schorch neun absolviert. Heute gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber wird der 1,90-m-Mann in der Vierer-Abwehrkette rechts erwartet. Für Hertha gehört Schorch zu den vielen Talenten, die nicht in der Stadt gehalten werden konnten. 2006/07 kam er zu zwei Kurzeinsätzen bei den Profis. Offenbar hatte Schorch nicht immer die besten Berater.

Unvergessen ist ein Gerangel im Büro des damaligen Managers Dieter Hoeneß. Dort war Schorch im Frühjahr 2007 mit dem Stiefvater einer damaligen Freundin erschienen. Der gute Mann, Friseurmeister aus Steglitz, wurde von Hoeneß nachdrücklich hinauskomplimentiert. Wenige Woche später verabschiedete sich Schorch nach Spanien, Hertha erhielt 800.000 Euro Ablöse. Man darf gespannt sein, wie die Fans den Rückkehrer empfangen.