Spiel gegen Aachen

5:0 - Hertha trifft im Drei-Minuten-Takt

Hertha BSC hat Alemannia Aachen vernichtend geschlagen: Fünf Tore für die Berliner, nicht ein einziges für die Gastgeber. Fabian Lustenberger erwies sich als guter Ersatz für den angeschlagenen Spielmacher und Torjäger Raffael.

Mit einem weiteren Auswärts-Schützenfest hat Hertha BSC hat die nächste Hürde auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga meisterlich genommen. Am Samstag feierte die Mannschaft von Trainer Markus Babbel bei Alemannia Aachen einen 5:0 (3:0)-Sieg und konnte die Tabellenspitze in der 2. Liga festigen. Vor 20.758 Zuschauern im Tivoli-Stadion waren Fabian Lustenberger (10. Minute), Adrian Ramos (32./59.), Pierre-Michel Lasogga (36.) und Nikita Rukavytsya (56.) für die Berliner erfolgreich.

„Es war trotzdem ein hart erkämpfter Sieg“, meinte Torschütze Lasogga. Aber auch ein souveräner. Denn Babbels Entscheidung, Lustenberger für den angeschlagenen Spielmacher und Torjäger Raffael zu bringen, erwies sich schnell als Glücksgriff. „Wir haben genug Alternativen zu Raffael und werden eine Lösung finden“, hatte der Hertha-Coach vor dem Match angekündigt.

Die Rechnung mit dem Schweizer Lustenberger als Ersatz für den Brasilianer ging auf: Nach einer Flanke von Ramos traf Lustenberger, der unter der Woche noch an einer Fußprellung laboriert hatte, volley zum 1:0. Der Torreigen war eingeleitet. „Wir haben so eine gute Team-Konstanz, dass wir ihn ersetzen konnten“, meinte Lasogga zum Raffael-Ausfall. Klar ist aber auch, und das muss für die Konkurrenz um Hauptverfolger Augsburg erschreckend sein: „Wir sind ein super Team, und wenn Raffa zurückkomt, ist er sofort wieder intregiert“, betonte Lasogga.

Binnen weniger Minuten machten Ramos und Lasogga mit seinem achten Saisontreffer in Aachen bereits den Sack vor der Pause zu. Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Herthaner die tapferen Aachener, die sich nie aufgaben und um einen Ehrentreffer redlich bemühten, mit einem Doppelschlag im Drei-Minuten-Takt. In die Drangphase der Alemannia-Mannschaft hinein vollendete Rukavytsya einen Konter zum 4:0. Dann legte Ramos auch noch den fünften Treffer nach. In den vergangenen zwei Auswärtsspielen kommt Hertha damit auf sage und schreibe elf Treffer, zuletzt hatte es ein 6:2 beim Karlsruher SC gegeben. „Wir spielen eigentlich so wie zuhause auch“, meinte Torschütze Lasogga zum derzeitigen Auswärtslauf.

Nach nur vier Punkten aus drei Partien zuvor untermauerten die Berliner eindrucksvoll ihre Aufstiegsambitionen. Und das gegen eine Aachener Mannschaft, die fünf Ligaspiele vor dem Match gegen Berlin nicht verloren hatte. Die Heimfans dankten den Aachenern für ihren tapferen Einsatz mit Applaus nach dem Match. „Aachen hat auch versucht, Fußball und nach vorne zu spielen. Das kommt uns entgegen“, verriet Lasogga. Die Hertha-Anhänger hat’s gefreut: In der Fankurve hielten sie das Banner mit der Aufschrift „Mission Wiederaufstieg“ hoch.