Spielbericht

Cottbus bleibt für Hertha ein Angstgegner

Hertha BSC hat seinen Cottbus-Fluch wieder nicht besiegen können. Bei dem 2:2 boten die Berliner ihren Fans zwar eine intensive Zweitligapartie, doch sie brachten vor dem Cottbuser Tor kaum etwas zustande – bundesligareif war die Vorstellung nicht.

Tabellenführer Hertha BSC Berlin konnte seinen Vorsprung an der Spitze der 2. Fußball-Bundesliga nicht ausbauen. Zum Abschluss des 23. Spieltages trennten sich der Hauptstadtklub und Energie Cottbus im Duell der beiden besten Offensivreihen der Liga mit 2:2 (2:2).

Trotz der Punkteteilung hat Hertha weiter zwei Zähler Vorsprung vor den punktgleichen Verfolgern FC Augsburg und VfL Bochum. Dagegen sind die Aufstiegschancen der Lausitzer, die als Tabellensiebter acht Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz haben, auf ein Minimun gesunken.

40.134 Zuschauer bekamen von Beginn an eine intensive und unterhaltsame Zweitligapartie geboten. Im Berlin-Brandenburg-Derby war es für die Hausherren im eiskalten Olympiastadion zunächst nach Plan gelaufen. Der Bundesliga-Absteiger aus Berlin kam zunächst besser ins Spiel, kombinierte gefälliger und ging folgerichtig durch den siebten Saisontreffer von Lasogga in Führung. Alles deutete auf den ersten Heimsieg gegen Cottbus seit März 2003 hin.

Anschließend wachten die Gäste auf und kamen nach einem Eckball durch Adlung zum Ausgleich. Nach einer weiteren Ecke traf Hünemeier per Kopf zur Cottbuser Führung. Die Freude darüber war aber nicht von langer Dauer, nur fünf Minuten später erzielte Hubnik das 2:2.

Nach dem Seitenwechsel ließen es die 22 Akteure auf dem Feld etwas ruhiger angehen.Nach der Pause verflachte die Partie, hatten die Gäste dann mehr vom Spiel und fünf gute Chancen. D

Cottbus spielte gelegentlich schnell nach vorne und kam dabei zu einigen guten Kontergelegenheiten. Die Berliner, bei denen der niederländische Torwart Maikel Aerts zahlreiche Unsicherheiten zeigte, konnten im zweiten Abschnitt ihrem Anspruch als Topfavorit auf den Aufstieg nicht gerecht werden. Die Berliner brachten vor dem Cottbuser Tor kaum etwas zustande – bundesligareif war ihre Vorstellung nicht.

Beste Hertha-Spieler waren Raffael und Lasogga, bei Cottbus konnten insbesondere Adlung und Emil Jula auf sich aufmerksam machen.

Schema: Hertha BSC Berlin - Energie Cottbus 2:2 (2:2)

Berlin: Aerts - Lell, Hubnik, Mijatovic, Lewan Kobiaschwilli - Niemeyer - Raffael - Rukavytsya (59. Ebert), Ronny (71. Lustenberger) - Lasogga (84. Friend), Ramos. - Trainer: Babbel

Cottbus: Kirschbaum - Bittroff, Hünemeier, Brzenska, Ziebig - Kruska, Kurth (85. Roger) - Shao (88. Reimerink), Adlung - Petersen (90.+1 S?sen), Jula. - Trainer: Wollitz

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

Tore: 1:0 Lasogga (16.), 1:1 Adlung (26.), 1:2 Hünemeier (35.), 2:2 Hubnik (40.)

Zuschauer: 40.134

Beste Spieler: Raffael, Lasogga - Adlung, Jula

Gelbe Karten: Lell (4), Niemeyer (8) - Adlung (7)

Torschüsse: 8:16

Ecken: 1:2

Ballbesitz: 53:47 Prozent

Fouls: 18:10

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