Hertha BSC

Die Kuriositäten des Berlin-Brandenburg-Derbys

Rund 120 Kilometer trennen Cottbus von der Hauptstadt: Das ist eine Entfernung, bei der schon einmal überlegt werden darf, ob die Bezeichnung Derby überhaupt zutreffend ist.

Derby suggeriert irgendwie örtliche Nähe, aber weil von beiden Städten aus gesehen so ziemlich alle Stadien noch viel weiter entfernt sind, nehmen wir es damit einmal nicht so genau und sehen die Partie so, wie sie immer tituliert wird: Als „Berlin-Brandenburg-Derby" oder auch „Ost-Derby", wie „Kicker online" einst nicht ganz politisch korrekt titelte. Wie auch immer: Die Partie Hertha gegen Cottbus wartete häufig mit Kuriositäten auf.

Welcher Berliner denkt bei Cottbus nicht als Erstes an Ex-Manager Dieter Hoeneß und sein Tänzchen im Mittelkreis nach dem Bundesliga-Sieg der Hertha. 3:1 hieß es am Ende, und die Hauptstädter wähnten sich endgültig auf dem Weg nach ganz oben. Nur zwei Jahre später treffen also beide Teams eine Klasse tiefer wieder aufeinander. Der Spannung tut das keinen Abbruch: Satte 31 Tore fielen in den 13 Duellen bisher.

Nur ein einziges Mal gab es ein torloses Remis, und dabei stand sich Hertha dann sogar noch selbst im Weg: Im Oktober 2007 bekamen die Blau-Weißen in der Nachspielzeit beim Stande von 0:0 einen Elfmeter zugesprochen. Marco Pantelic aber hämmerte den Ball gegen die Latte. Besser machte es die Mannschaft beim bis dato letzten Heimsieg im März 2003. 3:1 gewann Hertha, damals noch unter Trainer Huub Stevens.

Es war zugleich ein denkwürdiges Spiel, hatten die Berliner doch nach nur zehn Minuten in Rückstand gelegen – um dann ihrerseits nur eine Viertelstunde zu benötigen, um das Spiel zu entscheiden. Preetz höchstpersönlich traf zum Endstand. Erinnert sei auch an Falko Götz, der es als Trainer schaffte, beim 0:2 anno 2006 wegen dauerhaften Meckerns in der 80. Minute auf die Tribüne verbannt zu werden.

Von all diesen Geschichten will der Manager nichts mehr wissen. „Was gewesen ist, ist uninteressant. Es zählt nur dieses Spiel von zwei Mannschaften, die so sind, wie sie aktuell sind“, sagte Preetz. So rosig sieht die Bilanz für Hertha ja auch wirklich nicht aus: Fünf Siege und ein Unentschieden stehen nach 13 Partien gegen Energie zu Buche, da kann ein bisschen Nüchternheit sicher nicht schaden. Denn auch Preetz weiß: Im Olympiastadion wird das Wort „Derby“ derzeit nicht gerne gehört …

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