Fußball

Hertha BSC erklärt Kacar für unverkäuflich

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Geschäftsführer Michael Preetz widerspricht Spekulationen über einen Wechsel von Gojko Kacar zum VfB Stuttgart. Auf eine telefonische Anfrage aus Stuttgart habe er mit einem definitiven Nein geantwortet, sagte Preetz Morgenpost Online. Auch Kacar selbst will in Berlin bleiben.

Mit 22 Jahren steht Gojko Kacar schon für die gesamte Bandbreite des modernen Fußballs. Kompromisslosigkeit im Zweikampf und Torgefahr sind die sichtbarsten Stärken des Mittelfeldspielers von Hertha BSC; so sichtbar, dass auch andere Klubs gerne über diese Qualitäten verfügten. Genau das aber kommt für Michael Preetz, den Geschäftsführer des Berliner Bundesligisten nicht infrage. Er hat Kacar für unverkäuflich erklärt, „und das“, sagte er Morgenpost Online vor dem Abflug der Mannschaft nach Kopenhagen, „habe ich Horst Heldt am Telefon auch mitgeteilt.“

Die klare Absage war das schnelle Ende eines weniger als einminütigen Gesprächs mit dem Sportvorstand des über eine volle Kasse verfügenden VfB Stuttgart. „Heldt fragte, ob wir bereit wären, über einen Verkauf von Kacar zu verhandeln. Darauf antwortete ich: definitiv nein. Damit war das Thema erledigt, wir haben noch nicht einmal über Zahlen geredet.“

Also gibt es auch kein Angebot über zwölf Millionen Euro, wie „Bild“ berichtet hatte – verbunden mit der sorgenvollen Frage: „Verkauft Hertha seine Seele?“ Die Antwort lautet: Nein. Auch Trainer Lucien Favre ist in keinster Weise verhandlungsbereit: „Wir denken nicht daran, Gojko abzugeben.“

Einerseits erstaunt diese resolute Haltung nicht, hat sich Kacar doch zu einem absoluten Leistungsträger entwickelt. Gleichzeitig kam es in der Vergangenheit nicht allzu häufig vor, dass sich Klubs vom Kaliber des Champions-League-Teilnehmers VfB Stuttgart für Spieler von Hertha interessierten. „Wenn ich anderen Vereinen auffalle, ehrt mich das“, sagt Kacar, dessen Vertrag bis 2012 gültig ist. „Aber für mich zählt nur Hertha. Ich fühle mich in Berlin sehr wohl.“ In der noch jungen Saison hat er schon zwei Tore erzielt; im Übrigen die beiden bislang einzigen Ligatore der Berliner.

Damit sich die Last des Toreschießens künftig etwas mehr verteilt, sucht Hertha selbst nach Verstärkung. Ein Kandidat für den Angriff ist Adrian Ramos, 23 Jahre alter Nationalspieler Kolumbiens (fünf Länderspiele), der in seiner Heimat bei America de Cali spielt. Hier prüft Preetz die Finanzierbarkeit – denn im Idealfall soll, wie von Anfang an geplant, auch noch ein offensiver Mittelfeldspieler kommen. Doch um dazu das Geld zu haben, hilft ein Weiterkommen gegen Bröndby ungemein.

( sto/ub )