Trikotwerbung

Bahn sponsort Hertha vorerst nur bis 2011

Mitten in der Finanzkrise hat Hertha BSC den erneuten Vertragsabschluss mit dem Hauptsponsor Deutsche Bahn verkündet – allerdings verbunden mit Kürzungen. Dazu gab es ein riesiges Werbegeschenk und Lob vom Hertha-Manager für den Bahn-Chef.

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Hertha BSC wirbt jetzt auf einer ganz besonderen Werbefläche – und muss dafür nicht einmal bezahlen: Zur Präsentation ihres neuen Sponsoring-Vertrages hatte sich die Bahn einen besonderen Auftritt einfallen lassen und pünktlich um 11 Uhr war eine Lok im geteilten Design von Bahn und Hertha auf Gleis zwölf des Hauptbahnhofs eingefahren lassen. Sie soll nun auch im täglichen Bahnverkehr zum Einsatz kommen.

Es gab noch eine kleine Überraschung: Der Vertrag zwischen dem Fußball-Bundesligisten und dem alten und neuen Hauptsponsor wird zwar wie erwartet verlängert, aber nicht bis 2012, sondern nur bis 2011. Bereits bekannt war, dass die Deutsche Bahn zu reduzierten Konditionen Sponsor bleibt. Der Klub soll bis 2011 geschätzte 5,5 Millionen Euro als Basissumme plus leistungsbezogene Bezüge erhalten. Der scheidende Bahn-Chef Hartmut Mehdorn begründete die Laufzeit bei der Präsentation mit dem „Planungs-Rhythmus“ des Unternehmens.

„Die Deutsche Bahn traut uns viel zu und will das zusätzlich honorieren. Für beide Seiten ist das ein gutes Geschäft“, sagte Herthas Manager Dieter Hoeneß bei der Präsentation des Vertrages im Berliner Hauptbahnhof. Bislang soll die Bahn, die seit 2006 Trikotsponsor ist, jährlich rund sieben Millionen Euro garantiert haben.

Bezüglich der leistungsbezogenen Zahlungen im neuen Vertrag wird geschätzt, dass beim Erreichen der Champions League eine Million Euro und bei einer UEFA-Cup-Teilnahme eine halbe Million Euro ausschüttet werden.

Mehdorn, der im Zuge der Datenaffäre bei der Bahn seinen Rücktritt angeboten hatte und am 30. April aus seinem Amt scheiden wird, hatte vor drei Jahren persönlich mit Hoeneß den ersten Sponsoren-Kontrakt ausgehandelt. „Ich glaube, dass da ein großer Fehler gemacht worden ist“, sagte Hoeneß nun zu Mehdorns Abschied als Vorstandsvorsitzender der DB. Mehdorn seinerseits riet Hertha, trotz des von Hoeneß selbst verkündeten Ausstiegs im Sommer 2010, mit dem derzeitigen Manager weiterzumachen: „Er macht das sehr gut.“