Fußball

Marko Pantelic profitiert vom Einsatz in Nationalelf

Die Profis von Hertha BSC sind auf Länderspielreise: Die Stürmer mit Hauptwohnsitz Berlin schießen für ihre Nationalteams Tore. Und profitieren selbst auch von den Einsätzen. Wie zum Beispiel Herthas Ersatzspieler Marko Pantelic.

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Marko Pantelic hatte am Sonntag doppelten Grund zur Freude. Zum einen kam der Stürmer von Hertha BSC mit der serbischen Nationalmannschaft in seiner Heimat Belgrad an und traf viele Bekannte und Freunde. Zum anderen konnte er ihnen von seinem Erfolg vom Vortag erzählen: In Constanta hatte der 30-Jährige mit der Auswahl das Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 2010 gegen Rumänien 3:2 (2:0) gewonnen.

Ein wichtiger Sieg für Serbien in der Gruppe sieben und ein wichtiges Spiel für Pantelics Selbstvertrauen. Während er bei Hertha derzeit nur Ersatzspieler ist, lief er gegen Rumänien von Beginn an auf, ehe ihn Nationaltrainer Radomir Antic in der 66. Minute für Neven Subotic von Borussia Dortmund auswechselte. „Ich habe mich sehr gefreut zu spielen. An den ersten beiden Toren war ich beteiligt. Bei mir ist alles gut“, sagte Pantelic Morgenpost Online. Er hofft nun, im Länderspiel gegen Schweden am Mittwoch in Belgrad erneut zur Startelf zu gehören.

Sein Landsmann Gojko Kacar hingegen kam nicht zum Einsatz. Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler befindet sich nach seiner dreimonatigen Verletzungspause noch im Aufbautraining. Und auch Maximilian Nicu spielte nicht. Am vergangenen Montag hatte er zusätzlich zu seinem deutschen den rumänischen Pass erhalten und innerhalb weniger Tage die Nationalhymne gelernt. Doch gegen Serbien gehörte der Mittelfeldspieler noch nicht zum Kader der Rumänen. Seine nächste Chance kommt am Mittwoch, wenn Rumänien in Klagenfurt gegen Österreich spielt.

Deutlich besser verlief das Wochenende für Pal Dardai. Der 33-Jährige gewann mit Ungarn in Gruppe eins in Albanien 1:0 (1:0). Während Trainer Erwin Koeman in der 80. Minute Dardais Bundesligakollegen Tamas Hajnal von Borussia Dortmund auswechselte, spielte der Berliner durch. Am Mittwoch trifft Ungarn in Budapest auf Malta.

Jaroslav Drobny hingegen musste sich am vergangenen Sonnabend mit der Rolle des Zuschauers begnügen. Tschechien spielte in der Gruppe drei in Slowenien nur 0:0, und Herthas Nummer eins gehörte nicht dem Kader an. Hinter Petr Cech vom FC Chelsea und Martin Vaniak von Slavia Prag ist Drobny unter Nationaltrainer Petr Rada dritter Mann der Tschechen. Am Mittwoch spielt seine Mannschaft in Prag gegen die Slowakei. „Das ist für uns ein besonderes Spiel, denn es ist ein Derby“, sagte Drobny. Wenngleich er auch in der Partie aller Voraussicht nach nicht spielen wird, ist die Länderspielreise für ihn eine willkommene Ablenkung vom Alltag. „Ich bin noch nicht lange bei der Nationalmannschaft und freue mich, mit den Kollegen trainieren zu können. Außerdem kriegt man den Kopf mal frei, wenn man mal nicht Zuhause ist.“

Bei Sascha Burchert, der zweite Torhüter der Berliner, hat das Wochenende allerdings keine schönen Gedanken hervorgerufen. Mit der deutschen U20 verlor er in Lugano gegen die Schweiz 0:2 (0:0). Durch die Niederlage in der internationalen Spielrunde hat Deutschland die Chance verpasst, Tabellenführer zu werden. Hinter der Schweiz und Österreich belegt die Mannschaft von Trainer Horst Hrubesch den dritten Tabellenplatz.

In der deutschen A-Nationalmannschaft spielte beim 4:0 (2:0) gegen Lichtenstein in Leipzig kein Herthaner. Arne Friedrich hätte erstmals als Innenverteidiger auflaufen sollen, zog sich aber einen Muskelfaseriss zu. Er verfolgte den Sieg von der Tribüne aus.

Sein Mannschaftskollege Andrey Voronin spielt mit der Ukraine am Mittwoch. Herthas bestem Torschützen (elf Tore) steht in der Gruppe sechs eine schwere Partie bevor: Im Wembley-Stadion in London tritt seine Mannschaft gegen England an. In derselben Gruppe spielt Verteidiger Josip Simunic mit Kroatien in Andorra.