Nach der Suspendierung

Ebert spielt zur Strafe gegen Magdeburg

Die Umstellung wird groß. Aber sie ist ein Teil seiner Strafe. Nicht vor 58.000 Fans, wie zuletzt mit den Profis, wird Patrick Ebert (22) am Sonntag spielen. Mögen es einige hundert sein, die um 13.30 Uhr kommen, wenn der suspendierte Mittelfeldspieler mit dem Regionalliga-Team im Jahnsportpark auf den 1. FC Magdeburg trifft.

Auf der rechten Seite, das hat ihm Trainer Karsten Heine bereits mitgeteilt, wird Ebert spielen. Heine kann den Bundesliga-Profi in der vierten Liga gut gebrauchen. Herthas Ausbildungsteam liegt mit 21 Punkten auf Platz 15, das rettende Ufer beginnt erst auf Rang 14.

„Patrick hat trainiert wie ein Wahnsinniger. Ich bin sicher, dass er sich voll reinhängen wird“, sagte Trainer Heine gestern nach der Abschlusseinheit. Nach seiner Zechtour in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, bei der er um 3.40 Uhr mit seinem alten Kumpel Kevin Boateng (mittlerweile bei Borussia Dortmund) von einer Polizeistreife aufgegriffen wurde, war Ebert von Chefcoach Lucien Favre „bis auf weiteres“ suspendiert und ins Regionalliga-Team versetzt worden. Zudem gab es eine Geldstrafe von 10.000 Euro.

Ebert spielt in der Mannschaft von Heine, aus der er 2006 den Sprung zu den Profis geschafft hatte, auf Bewährung. Heine will helfen: „Er weiß, dass er großen Blödsinn gemacht hat. Ich bin sicher, dass sich Patrick für uns zerreißen wird.“

Manager Hoeneß machte gestern deutlich, dass Ebert nicht auf ewig verbannt ist. „Es gibt einen Weg zurück, Patrick ist nicht auf alle Zeiten verdammt."