Bundesliga

Hertha BSC trennt sich vorzeitig von Maik Franz

Maik Franz wird Hertha zum 30. Juni verlassen. Der Spieler nimmt seine Klage vor dem Arbeitsgericht gegen den Klub zurück. Und kritisiert seinen Trainer Jos Luhukay scharf: „Ich bin sehr enttäuscht“

Foto: Hannibal Hanschke / dpa

Fußball-Bundesligst Hertha BSC und Maik Franz, 32, haben sich auf ein vorzeitige Ende des Arbeitsverhältnisses geeinigt. Das bestätigte Thomas E. Herrich, Jurist und Mitglied der Geschäftsführung von Hertha, der Berliner Morgenpost. „Wir lösen den Vertrag mit Maik Franz zum 30. Juni auf“, sagte Herrich. „Im Gegenzug nimmt Maik Franz seine anhängige Klage vor dem Arbeitsgericht zurück.“

Franz war ebenso wie Peer Kluge Anfang Februar von Hertha BSC zur U23 geschickt worden, um dem damals abstiegsgefährdeten Regionalliga-Nachwuchs zum Klassenerhalt zu verhelfen. Sowohl Franz als auch Kluge haben vor dem Arbeitsgericht auf die Rückkehr ins Profitraining geklagt.

Franz erhält 75 Prozent

Bei Franz ist diese Klage durch den Vergleich hinfällig. Nach Informationen der Morgenpost erhält Franz etwa 75 Prozent des Gehaltes, das er bis zum regulären Vertragsende im Juni 2015 bekommen hätte.

Vom Verein gab es lediglich eine kurze Mitteilung: „Fußball-Bundesligist Hertha BSC und Abwehrspieler Maik Franz haben sich am Freitag auf eine Auflösung des ursprünglich bis 2015 datieren Vertrages zum Saisonende geeinigt. Maik Franz hatte zuletzt mit dem Kader der U 23 trainiert.“

Auf seiner Facebook-Seite äußerte sich Franz zu der Entwicklung: „Natürlich war meine Zeit hier in Berlin aus sportlicher Sicht nicht zufriedenstellend. Ich hatte mit vielen schweren Verletzungen zu kämpfen, die mich immer wieder zurückgeworfen haben.“

Franz von Trainer Luhukay „sehr enttäuscht“

Scharfe Kritik übt Franz an seinem ehemaligen Vorgesetzten. „Allerdings muss ich ehrlich gestehen, dass mich das Verhalten von Trainer Jos Luhukay sehr enttäuscht. Mir hätte es schon gereicht, wenn er mir einmal gesagt hätte, woran ich bei ihm bin und dass er nicht mehr mit mir plant.“

Allerdings war der Arbeitsnachweis von Franz in Berlin enttäuschend. Von Juli 2011 bis heute hat Hertha 101 Liga-Partien absolviert. Franz hat davon lediglich 16 Mal gespielt.

Hertha verhandelt auch mit Peer Kluge über eine vorzeitige Vertragsauflösung. Hier liegen die Vorstellungen allerdings noch weit auseinander.

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