Bundesliga-Spielplan

Spielplan lässt Hertha auf eine Topsaison hoffen

Aufsteiger Hertha beginnt die neue Spielzeit mit einem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt. Schon 2008 startete der Klub gegen die Hessen in die Bundesliga und spielte lange um die Meisterschaft mit.

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So einfach wie am Freitag werden Hertha in der kommenden Bundesliga-Saison sicher keine Wünsche mehr erfüllt. Trainer Jos Luhukay hatte vor der Veröffentlichung des Spielplans noch gehofft, mit einer Heimpartie zu beginnen und zum Start der Spielzeit von den Top-Klubs wie Borussia Dortmund und Bayern München verschont zu werden.

Am Mittag präsentierte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig (50) den Berlinern am 10. oder 11. August Eintracht Frankfurt als Auftaktgegner im Olympiastadion. Weiter geht es in den darauffolgenden Spielen mit Nürnberg, Hamburg und Wolfsburg. Eröffnet wird die Bundesliga-Saison am 9. August (20.30 Uhr) mit der Partie von Meister Bayern gegen Mönchengladbach.

Kein Wunder, dass Herthas niederländischer Trainer die Ansetzungen fast euphorisch kommentiert: „Wir haben uns ein Heimspiel gewünscht und dieses mit Frankfurt auch bekommen. Das ist großartig und die Vorfreude auf die Bundesliga-Saison ist bei uns allen riesig.“ Dabei steigt das Team erst morgen um 10.30 Uhr in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit ein.

Gute Erinnerungen an einen Auftakt gegen Frankfurt

Ein Grund für die Euphorie mag die gute Erinnerung an ein Auftaktmatch gegen die Eintracht sein. Vor fünf Jahren siegten die Berliner noch unter Trainer Lucien Favre am ersten Spieltag mit 2:0. Das Spiel bildete den Auftakt der letzten erfolgreichen Bundesliga-Saison von Hertha. Sehr lange spielten die Berliner um die Deutsche Meisterschaft mit und verpassten erst am letzten Spieltag die Qualifikation für die Champions League. Die Tore in der Frankfurter Arena schossen damals Patrick Ebert und Raffael.

Mit dem 28-jährigen Brasilianer, der Hertha erst im letzten Jahr Richtung Kiew verlassen hat, und Lucien Favre wird es am 9. Spieltag ein Wiedersehen geben. Borussia Mönchengladbach hat sich für fünf Millionen Euro die Dienste des ehemaligen Berliner Spielmachers bis 2017 gesichert. Lediglich der obligatorische Medizincheck am Montag steht dem Transfer noch im Wege. Favre versuchte schon im vergangenen Jahr, den Brasilianer wieder an sich zu binden. Doch Kiew zahlte mit zehn Millionen Euro mehr, als sich Gladbach leisten konnte.

Erstes Bruderduell für Ronny

Für Hertha-Spielmacher Ronny (27) wird das Aufeinandertreffen mit seinem Bruder Raffael zwischen dem 18. und 20. Oktober etwas Besonderes. „Ich freue mich für ihn, dass er nach Gladbach wechselt. Wir haben noch nie als Profis gegeneinander gespielt. Das wird komisch“, sagte der Brasilianer in der „Bild“. Zwei Jahre, von 2010 bis 2012 spielten beide Brüder gemeinsam bei Hertha. Doch erst mit dem Weggang des älteren Raffael gelang Ronny in Berlin der Durchbruch. 18 Tore und 14 Vorlagen stehen bei ihm nach der vergangenen Zweitliga-Saison zu Buche.

Erst nach dem Gladbach-Spiel geht es für Hertha zum Champions-League-Sieger Bayern München mit dem neuen Trainer Pep-Guardiola. Der Deutsche Meister sorgt durch seine Titelgewinne für ein gehöriges Durcheinander im Spielplan. Weil am 30. August das Supercup-Finale zwischen den Münchenern und dem FC Chelsea stattfindet, muss die Bundesliga-Partie gegen Freiburg vorverlegt werden.

Doch das ist nicht die einzige Besonderheit. Zum Ende der Hinrunde findet in Marokko die Klub-WM statt, bei der der Deutsche Rekordmeister zum Halbfinale einsteigt. Deshalb wird der 17. Spieltag für die Bayern verlegt. Die Partie gegen Stuttgart wird erst Ende Januar nachgeholt. Die Tabelle ist damit nach der Hinrunde unvollständig und der Herbstmeister kann möglicherweise erst 2014 gekürt werden.

Mehr Sonntagsspiele wegen der Europa League

Für Hertha sind das alles nur theoretische Probleme, da die Berliner von den Terminschwierigkeiten des Triple-Siegers nicht direkt betroffen sind. Häufiger kann dies allerdings bei Begegnungen mit Teilnehmern in der Europa League passieren. Da die Partien des Wettbewerbs erst Donnerstagabend stattfinden, wird die DFL mehr Sonntagspiele ansetzen, um den Mannschaften einen Tag mehr Regenerationszeit zu geben. Die genauen Anstoßzeiten für die ersten Spieltage konnte Andreas Rettig am Freitag noch nicht nennen. Die sollen Anfang Juli bekannt gegeben werden.

Ein Highlight wartet auf Hertha am Saisonende. Am letzten Spieltag kommt Champions-League-Finalist Borussia Dortmund. Möglich, dass dann wieder eine Meisterfeier im Olympiastadion stattfindet. Zuletzt konnten die Bayern 2010 dort ihren Titel feiern. Die Berliner haben allerdings keine guten Erinnerungen daran, da Hertha zeitgleich in die Zweite Liga abstieg. Alleine das ist eine Motivation, den Klassenerhalt vor dem letzten Spieltag zu sichern.

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