Viktoria Berlin

Sieg gegen Waldhof: Viktoria Berlin ist zurück an der Spitze

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Inga Böddeling
Lukas Pinckert schießt Viktoria Berlin kurz vor Schluss an die Tabellenspitze.

Lukas Pinckert schießt Viktoria Berlin kurz vor Schluss an die Tabellenspitze.

Foto: Uwe Koch/Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Viktoria Berlin gewinnt eine muntere Partie gegen Mannheim mit einem Treffer kurz vor Schluss und ist wieder Tabellenführer.

Berlin. Lukas Pinckert nahm die Gelbe Karte mit einem Seitenblick zur Kenntnis. Die Verwarnung konnte der 21-Jährige verschmerzen, hatte er sich doch gerade zum großen Matchwinner von Viktoria Berlin gekürt. Dank Pinckerts Treffer feierte der Drittligist aus der Hauptstadt am Sonnabendnachmittag vor 2300 Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark einen 1:0 (0:0)-Sieg gegen Waldhof Mannheim. Und steht wieder an der Tabellenspitze.

„Da war das Glück auf unserer Seite“, sagte Torschütze Pinckert. „Das war eine geile Teamleistung.“ Im Stile des Bayern-Dusels hatte der Rechtsverteidiger den Ball von der rechten Seite aufs Tor gebracht. Und profitierte davon, dass der unglückliche Mannheimer Keeper Timo Königsmann die Kugel durch seine Beine schlüpfen ließ (89. Minute).

Viktoria Berlin kann Großchancen nicht nutzen

„Wir haben in der Phase gedrückt und das wird dann eben belohnt“, bilanzierte Viktoria-Trainer Benedetto Muzzicato. Dass Pinckert spielen konnte, war ein Glücksfall für den Coach. Den Abwehrspieler plagten Rückenprobleme, am Ende reichte es aber dann doch für die Startelf.

Nach zwei Spielen ohne Sieg wollte Viktoria gegen Mannheim endlich wieder dreifach punkten, beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Angesichts des Chancenwuchers war der Halbzeitstand von 0:0 kaum nachvollziehbar. Doch weder Enes Küc (20.) noch Falcao (28.) hatten bei ihren Großchancen den Ball im Waldhof-Tor unterbringen können.

Nächster Gegner für Viktoria Berlin: SC Verl

In Halbzeit zwei ging es munter so weiter. Erst waren die Gäste eine Weile lang überlegen, dann kämpfte Viktoria gegen die Drangphase der Mannheimer an. Mit Mut, Leidenschaft und dem nötigen Quäntchen Glück, was schließlich zum Sieg und zurück an die Tabellenspitze führte. Die Bilanz für den Aufsteiger: 13 Punkte nach sechs Spielen.

„Ich bin zu realistisch, wir haben erst den sechsten Spieltag“, bremste Trainer Muzzicato die Euphorie. „Aber es macht Spaß, da oben zu stehen.“ Weiter geht es für die „Himmelblauen“ am kommenden Sonnabend beim SC Verl (14 Uhr).