Fussball

Rassismus überschattet Sanés Comeback

Leroy Sané hat nach 323 Tagen Pause sein Comeback bei Manchester City gegeben – begleitet von einer hässlichen Aktion.

Zurück nach 323 Tagen Pause: Leroy Sané im himmelblauen Trikot.

Zurück nach 323 Tagen Pause: Leroy Sané im himmelblauen Trikot.

Foto: Michael ReganNmc Pool / dpa

Manchester. Nach 323 Tagen Zwangspause endlich wieder ein paar Minuten in einem Pflichtspiel mit seinem Klub Manchester City erlebt: Leroy Sané war nach überstandenem Kreuzbandriss erleichtert, dass sein Comeback gelungen war. „Endlich – ich habe es sehr vermisst“, schrieb der 24 Jahre alte Fußball-Nationalspieler nach dem Spiel gegen den FC Burnley auf Instagram. Sané war in der 79. Minute der Partie am Montagabend beim Stand von 5:0 für die „Citizens“ eingewechselt worden. Es blieb bei dem Ergebnis.

Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola hatte mit dem stark ersatzgeschwächten Konkurrenten keine Mühe und hat acht Spieltage vor dem Saisonende 20 Punkte Rückstand auf Tabellenführer FC Liverpool mit dem deutschen Teammanager Jürgen Klopp. Phil Foden (22.) brachte die Gastgeber in Führung. Vor der Pause sicherte Riyad Mahrez (43., 45.+3/Foulelfmeter) mit einem Doppelschlag die frühe Vorentscheidung. David Silva (51.) und abermals Foden (63.) legten nach.

Vor fast einem Jahr riss bei Sané das Kreuzband

Die „Reds“ könnten sich den ersten Titelgewinn seit 30 Jahren bereits im Laufe der Woche sichern: Liverpool muss dazu sein Heimspiel am Mittwoch (21.15 Uhr/Sky) gegen Crystal Palace gewinnen und auf einen Ausrutscher von ManCity am Donnerstag (21.15/Sky) beim FC Chelsea hoffen. Die nächste Chance zur Entscheidung bietet sich Liverpool im direkten Duell mit dem Verfolger am 2. Juli in Manchester.

Sané hatte sich im August vergangenen Jahres die schwere Verletzung zugezogen. Er erlitt sie kurz vor dem Start der laufenden Premier-League-Saison im als Community Shield bekannten Supercup. Kurz darauf war Sané in Österreich operiert worden. Er wird noch immer vom FC Bayern München umworben. City-Trainer Pep Guardiola hatte vor Kurzem bestätigt, dass der deutsche Flügelspieler ein neues Vertragsangebot des Premier-League-Klubs abgelehnt habe und den Verein verlassen wolle. Nun ist er bereit für neue Aufgaben.

FC Burnley entschuldigt sich noch während des Spiels

Allerdings überschattete ein Transparent mit der Aufschrift „White lives matter Burnley“ die Begegnung. Der Schriftzug war an ein Kleinflugzeug angebracht, welches über das Etihad Stadium flog. Der FC entschuldigte sich während des Spiels mit einer Stellungnahme: „Wir möchten klarstellen, dass die Verantwortlichen im Turf Moor (Stadion FC Burnley/d. Red.) nicht willkommen sind. Dies entspricht in keiner Weise dem, wofür der Burnley Football Club steht, und wir werden voll und ganz mit den Behörden zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu ermitteln und lebenslange Verbote auszusprechen.“