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Timo Werner: Lieber Ausland als FC Bayern

Timo Werner erteilt dem FC Bayern eine Absage. Stattdessen scheint ihn ein Transfer ins Ausland zu reizen – zu einem deutschen Trainer.

Gefürchteter Stürmer: Timo Werner (M.) schoss den RB Leipzig in der Champions League zum 1:0-Sieg bei Tottenham Hotspur.

Gefürchteter Stürmer: Timo Werner (M.) schoss den RB Leipzig in der Champions League zum 1:0-Sieg bei Tottenham Hotspur.

Foto: Julian Finney / Getty Images

Leipzig. Fußball-Nationalspieler Timo Werner hat einem Wechsel von RB Leipzig zum Rekordmeister Bayern München vorerst eine Absage erteilt. „Bayern ist ein toller Verein, da brauchen wir nicht drüber zu reden. Und Hansi Flick hat diese Saison bewiesen, dass er ein richtig guter Cheftrainer ist. Aber falls ein Wechsel irgendwann einmal ein Thema werden sollte, würde mich eher der Schritt ins Ausland reizen als ein Wechsel zu Bayern“, sagte der 24 Jahre alte Stürmer der „Bild“.

Werners volle Konzentration gehört jetzt noch RB

Die Gründe sind für Werner schnell erklärt. „Es ist einfach so, dass mich die Herausforderung in einer anderen Liga noch etwas mehr reizen würde als ein Wechsel innerhalb der Bundesliga“, sagte der Stürmer. „Und natürlich spielt es dann auch eine Rolle, dass die gegenseitige Wertschätzung maximal da sein müsste. Deswegen habe ich mich damals für RB Leipzig entschieden, und deswegen würde ich mich bei meinem nächsten Schritt wieder für den Verein entscheiden, bei dem ich dieses Gefühl vermittelt bekommen würde.“

Diese Gedankenspiele seien jedoch noch Zukunftsmusik für ihn. „Oberste Priorität ist es für mich gerade, die Saison mit voller Konzentration mit Leipzig maximal erfolgreich zu spielen“, bekräftigte Werner, der noch bis 2023 bei den Sachsen unter Vertrag steht: „Ich habe mich in meinen Augen besonders in der aktuellen Saison unter Julian Nagelsmann noch mal weiterentwickelt und bin als Persönlichkeit gereift, habe noch mehr Verantwortung übernommen.“

FC Liverpool soll großes Interesse an Werner haben

Der gebürtige Stuttgarter soll laut Sky UK dem Champions-League-Sieger FC Liverpool offiziell seine Bereitschaft für einen Wechsel im Sommer erklärt haben. Doch die Sache hat einen Haken: Angeblich sind die „Reds“ aufgrund der wirtschaftlichen Turbulenzen durch die Corona-Krise nicht bereit, die festgeschriebene Ablöse in Höhe von rund 60 Millionen Euro zu zahlen.

Eines hebt Werner jedoch trotz aller Gerüchte und Transfermöglichkeiten hervor: „Ich weiß extrem zu schätzen, was ich an RB Leipzig habe und würde deswegen niemals sagen: Ich muss hier unbedingt weg!“

Rangnick empfiehlt Werner zu bleiben

So sieht es auch Leipzigs Ex-Trainer Ralf Rangnick. „Ich kenne seine Familie und die seiner Freundin sowie seinen Berater sehr gut. Er hat sich noch mal weiterentwickelt, gerade was seine Trefferquote anbetrifft, und könnte unter Julian Nagelsmann und mit seinen Kollegen noch mal einen Sprung machen. Ich würde mich freuen, wenn er bliebe“, sagte der 61-Jährige der „Mitteldeutschen Zeitung“.

Er sieht Leipzig allerdings auch im Fall eines Werner-Abschieds „so gut aufgestellt, dass man ihn ersetzen kann“. Der Stürmer müsse sich vielmehr überlegen, „ob er bei einem anderen Verein die Möglichkeit hat, so regelmäßig zu spielen, wie das hier der Fall ist“, sagte Rangnick, der mittlerweile Head of Sport and Development bei der Red Bull GmbH ist.

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