Brasiliens Präsident

Bolsonaro für baldige Wiederaufnahme des Fußballs

Ist dafür, dass bald wieder Fußball gespielt werden soll: Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien.

Ist dafür, dass bald wieder Fußball gespielt werden soll: Jair Bolsonaro, Präsident von Brasilien.

Foto: dpa

Brasília. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sich für eine zügige Rückkehr der Fußball-Aktivitäten in Brasilien, wo am kommenden Wochenende die Erste Liga ursprünglich gestartet wäre, eingesetzt.

"Wir arbeiten in diese Richtung", sagte Bolsonaro beim Verlassen der Präsidenten-Residenz in Brasília am 27. April. Einige Fußball-Verantwortliche hätten ihn deswegen auch schon kontaktiert. Bolsonaro setzt auf ein technisches Gutachten des Gesundheitsministeriums, das seiner Meinung nach positiv ausfallen wird. Damit soll zunächst mit dem Training und Spielen ohne Zuschauer im Stadion begonnen werden: "Man darf nur nicht so viele Leute in die Umkleidekabine lassen."

Der Rechtspopulist hat das Coronavirus immer wieder verharmlost, hält nichts von Einschränkungen des öffentlichen Lebens und ist aus wirtschaftlichen Gründen für eine Rückkehr zur Normalität. Damit begründete er auch die Notwendigkeit der Wiederaufnahme des Fußballs. "Ein Teil der Mannschaften der Zweiten Liga werden ausgelöscht", sagte er. "Soweit ich weiß, kommen sie bereits mit den Spielern überein, um 60, 50, 40 Prozent von ihrem Gehalt zu bekommen. Es gibt keine Einnahmen, keinen Eintrittskarten-Verkauf, keine Fernseh-Übertragungen." Der brasilianische Fußballverband (CBF) hatte im März alle nationalen Wettbewerbe bis auf Weiteres ausgesetzt. Bolsonaro bezeichnete dies als "Hysterie".