Corona-Krise

Manuel Neuer: „Gehaltsverzicht eine Selbstverständlichkeit“

Die Weltmeister Manuel Neuer und Christoph Kramer sehen ihren Gehaltsverzicht in der Corona-Krise als nichts Besonderes an.

Manuel Neuer gilt als einer der weltbesten Fußball-Torhüter.

Manuel Neuer gilt als einer der weltbesten Fußball-Torhüter.

Foto: Sven Hoppe / dpa

Berlin. Zu einem Gehaltsverzicht der Stars von Bayern München hat es laut Kapitän Manuel Neuer angesichts der Coronakrise keine Alternative gegeben. „Wir Profifußballer sind eine besonders privilegierte Berufsgruppe, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, finanzielle Abstriche zu machen, wenn Not herrscht“, sagte der 33 Jahre alte Torwart im Interview mit der „tz“ und dem Münchner „Merkur“.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister habe „circa 1000 Mitarbeiter und noch viele mehr, die rund um den Verein wichtige Aufgaben erfüllen. Denen wollen wir als Mannschaft mit unserem Verzicht helfen und Sicherheit bieten“, ergänzte Neuer. Die Profis haben nach Gesprächen mit der Vereinsführung auf 20 Prozent ihrer Gehälter verzichtet. Mit diesem Geld soll Kurzarbeit beim Bundesliga-Spitzenreiter vorerst vermieden werden.

Neuer spendet auch mit dem Nationalteam

Die Personalkosten beim FC Bayern in der Saison 2018/19 beliefen sich bei allen Beschäftigten auf 336,2 Millionen Euro, der Umsatz lag bei 750,2 Millionen Euro. Zudem spendete Kapitän Neuer mit den Teamkollegen der Nationalmannschaft 2,5 Millionen Euro, über die konkrete Verwendung wird noch beraten. „Die Entscheidung fiel überhaupt nicht schwer, weil sie selbstverständlich ist. Es war ein Kreis von Spielern, die mit dem Team-Management diskutiert haben, und es war dann meine Aufgabe als Kapitän, alle weiteren Akteure zu informieren. Toll war die sofortige positive Resonanz, die ich in jedem Gespräch erfahren habe“, sagte Neuer.

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Christoph Kramer, an dessen Seite Neuer 2014 in Brasilien Weltmeister geworden ist, hat den Gehaltsverzicht bei Borussia Mönchengladbach mit Blick auf die vielen Mitarbeiter des Vereins fast wortgleich kommentiert. „Ich weiß, dass das heutzutage als riesiger Schulterschluss gilt. Aber in meiner Wahrnehmung ist das eine absolute Selbstverständlichkeit, mit der wir uns auch nicht ohne Ende rühmen sollten“, sagte der Mittelfeldspieler im Youtube-Kanal der Borussia.

Mitarbeiter geraten in Existenznot

Die Gladbacher hatten in der vergangenen Woche als erste deutsche Profis freiwillig auf einen Teil ihres Gehalts verzichtet, inzwischen sind mehrere Teams nachgezogen. „Es ist richtig und wichtig, dass wir das tun. Für uns Spieler geht es nicht unbedingt um Existenzen, bei manchem Mitarbeiter kann das aber der Fall sein. Es ist eine absolute Selbstverständlichkeit, so zu helfen, dass sich keiner Sorgen machen muss. Das tun wir gern“, sagte Kramer.

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