Regionalliga Nordost

Wenn Torsten Mattuschka auf "Pele" Wollitz trifft

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Regionalliga Nordost: Das Hinspiel im Juli gewann Cottbus mit Florian Meyer (r.) mit 3:1 gegen Altglienicke und Christopher Quiring.

Regionalliga Nordost: Das Hinspiel im Juli gewann Cottbus mit Florian Meyer (r.) mit 3:1 gegen Altglienicke und Christopher Quiring.

Foto: Fotostand / Weiland / picture alliance / Fotostand

Showdown in der Regionalliga Nordost: Tabellenführer Altglienicke spielt gegen Aufstiegsfavorit Cottbus. Ein Wiedersehen an der Spitze.

Berlin. Mehr Gipfeltreffen geht nicht: Am Sonnabend steigt im Berliner Jahn-Sportpark (13.30 Uhr) die Partie in der Regionalliga Nordost zwischen Tabellenführer VSG Altglienicke und Verfolger Energie Cottbus. Beide Mannschaften haben nach dem Ende der ersten Halbserie 36 Zähler auf dem Konto. Der vermeintliche Underdog Altglienicke besitzt das um acht Treffer bessere Torverhältnis.

Altglienicke und Cottbus kämpfen um die Liga-Spitze

Eine besondere Partie wird es für Altglienickes Co-Trainer Torsten Mattuschka, der Karsten Heine assistiert. Mattuschka trifft auf seinen Heimatverein und seinen ehemaligen Trainer Claus-Dieter Wollitz. „Ich freue mich. Das ist etwas Besonderes. Ich wurde in Cottbus geboren und habe dort das Fußballspielen gelernt“, sagt Mattuschka, „Erster gegen Zweiter ist auch etwas Geiles. Das hätte man vor der Saison von uns nicht gedacht.“

Altglienicke setzt im dritten Jahr der Regionalliga-Zugehörigkeit zu einem ungeahnten Höhenflug an, nachdem es in den beiden Vorserien zum 15. und 14. Rang reichte. Jetzt profitiert der Verein auch von einem festen Trainingsgelände am Baumschulenweg. Vorher tingelte die Mannschaft über mehrere Sportplätze.

Altglienicke ist hinter Union Berlin und Herthas BSC die Nummer drei

Dass Altglienicke derzeit hinter dem 1. FC Union Berlin und Hertha BSC aktuell Berlins Nummer drei ist, haben in der Hauptstadt noch nicht so viele mitbekommen. In den Jahn-Sportpark, wohin die VSG mangels regionalligatauglicher Spielstätte ausweichen muss, verirrten sich in dieser Saison immer nur wenige hundert Zuschauer. Mattuschka hofft nun auf eine Rekordkulisse. „Vierstellig wäre schon Wahnsinn“, sagt Mattuschka. Der Verein versucht die Zuschauer mit einer VIP-Karte für 39 Euro inklusive Schweinebraten mit Rotkohl und Klößen, Bier und Glühwein zu locken.

Altglienicke stellt drei der besten zehn Torjäger der Liga

Die Heimbilanz der VSG ist nahezu makellos. In neun Spielen gab es acht Siege und ein Unentschieden. Mit Christian Skoda, Tugay Uzan (beide 9 Tore) und dem Ex-Chemnitzer Benjamin Förster (8) stellt Altglienicke drei der besten zehn Torjäger der Liga. „Ich habe schon nach dem ersten Spieltag gesagt, an dem wir 3:1 gegen Altglienicke gewonnen haben, dass die VSG eine bessere Rolle als in den Jahren zuvor spielen wird“, sagt Energie-Coach Wollitz, der auf seinen früheren Trainer trifft.

1993/94 gehörte Heine zum Trainerstab von Zweitligist Hertha BSC, bei dem Wollitz spielte. „Pele Wollitz ist ein hervorragender Mensch. Wenn der Anpfiff erfolgt, ist er ein Verrückter. Manchmal erkennt er sich sicher auch nicht wieder, wenn er am Spielfeldrand steht“, sagt Heine, der die seit zwölf Spielen ungeschlagenen Cottbuser ärgern möchte: „Wir werden da oben nicht freiwillig wegrücken.“

( dpa )