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Niko Kovac: „Das war ein Fehler von mir“

Bayern-Trainer Niko Kovac hat sich bei Thomas Müller für seine „Notnagel“-Aussage entschuldigt: „Ich habe mich falsch artikuliert.“

Bayern-Trainer Niko Kovac erlebt nach seiner Aussage über Thomas Müller unruhige Tage.

Bayern-Trainer Niko Kovac erlebt nach seiner Aussage über Thomas Müller unruhige Tage.

Foto: Foto: Balk / dpa

München. Niko Kovac hat Größe gezeigt und sich für sein Statement über Thomas Müller entschuldigt. „Das war ein Fehler von mir, ich habe mich falsch artikuliert“, zeigte der Trainer des FC Bayern München am Donnerstagnachmittag Reue. Der 48-Jährige erläuterte an der Säbener Straße seine unglückliche Notnagel-Aussage vor knapp zwei Wochen („Wenn Not am Mann sein sollte, wird Thomas mit Sicherheit auch seine Minuten bekommen“) mit den Worten: „Ich habe es nicht so gemeint, wie ich es gesagt habe. Allein die Tatsache, dass der Thomas in den vergangenen Wochen regelmäßig reingekommen ist, widerlegt meine Aussage auch.“

Müller, Weltmeister von 2014 und seit 20 Jahren im Verein, waren die Joker-Einsätze zu wenig – in vier der fünf Partien, die er zuletzt hintereinander auf der Bank saß, wurde der Offensivspieler eingewechselt. Daraufhin hatte Müller (30) in der Länderspielpause betont, dass er sich „Gedanken machen muss, wenn das Trainerteam mich nur noch in der Rolle des Ersatzspielers sieht“.

Unruhe unter den Fans nach Kovac-Äußerung

Unter den Fans des Rekordmeisters herrscht seitdem Unruhe. Würde der Ur-Bayer, einer von nur noch zwei gebürtigen Bayern im Kader (neben Ersatztorwart Christian Früchtl), den Verein wirklich verlassen?

Bereits in der Winterpause oder kommenden Sommer? Der Vertrag von Müller in München ist noch bis 2021 datiert.

Kovac, der schon am Tag nach dem 1:2 gegen Hoffenheim die Aussprache mit Müller gesucht hatte, betonte nun: „Alles ist ausgeräumt. Er hat es auch nicht eins zu eins für bare Münze genommen.“ Darf Müller am Sonnabend im bayerischen Derby beim FC Augsburg (15.30 Uhr) nun ran? Als Zeichen von Reue und Treue? Gar zur Wiedergutmachung? Ungewiss.

Trotzdem keine Startelf-Garantie für Müller

„Wer am Wochenende spielt, werde ich Ihnen natürlich nicht sagen“, erklärte Kovac, „ich habe noch zwei Tage, um mir das reichlich zu überlegen.“ Klingt nicht nach Startelf-Garantie. Und das, obwohl Müller in der Länderspielpause durchatmen und in Ruhe trainieren konnte, während sein Rivale um den Platz als Zehner rund 20.000 Flug-Kilometer in den Beinen hat. Philippe Coutinho (27) trainierte nach zwei Einsätzen für die brasilianische Nationalelf in Singapur erst am Mittwoch wieder in München. Vorteil Müller?