Europa League

Frankfurts neue Büffel greifen an

Dost, Silva und Paciencia bilden das neue Offensiv-Trio bei Eintracht Frankfurt. Trainer Hütter hat jetzt ein Luxusproblem im Sturm.

Die Frankfurter André Silva (l.) und Bast Dost feiern den Treffer beim 1. FC Union.

Die Frankfurter André Silva (l.) und Bast Dost feiern den Treffer beim 1. FC Union.

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images

Guimaraes/Frankfurt. Adi Hütter kennt das Problem. Drei Top-Stürmer, zwei Plätze in der Startaufstellung - schon im Vorjahr hatte der Trainer von Eintracht Frankfurt in der Offensive die Qual der Wahl. Sein neues Sturm-Trio Bas Dost, André Silva und Goncalo Paciencia bereitet dem Österreicher nun erneut geradezu luxuriöse Sorgen. Vor dem zweiten Europa-League-Gruppenspiel am Donnerstag (21 Uhr/DAZN und Nitro) bei Vitoria Guimaraes bietet sich Hütter eine Vielzahl an Optionen.

Alle drei Stürmer zu gut für einen Platz auf der Bank

Denn Paciencia, Dost und Silva sind im Grunde jeweils zu gut für einen Platz auf der Ersatzbank. Sechs der sieben bisherigen Eintracht-Treffer in der Fußball-Bundesliga gehen auf das Konto der drei Torjäger. War es zu Saisonbeginn vor allem Paciencia, der mit insgesamt sechs Treffern in der Liga und in der Europa-League-Qualifikation im Fokus stand, glänzten zuletzt beim 2:1-Erfolg bei Aufsteiger 1. FC Union Dost und Silva als Matchwinner.

Trainer Hütter fordert von Angreifern Flexibilität

In der Vorsaison hatte Hütter letztlich ein System gefunden, in dem er seine wuchtigen Topangreifer Luka Jovic, Sébastien Haller und Ante Rebic gemeinsam aufs Feld schicken konnte. Die „Büffelherde“ war geboren, lehrte schon bald ganz Europa das fürchten - und zog dann weiter. Von seinen neuen Angreifern fordert Hütter nun eine ähnliche Flexibilität. „Es ist im heutigen Fußball wichtig, dass Spieler auch auf zwei oder drei Positionen spielen kann“, sagte der 49-Jährige am Montag bei Sky.

Bis zum Gastspiel bei Außenseiter Guimaraes hat Hütter in der Besetzung des Sturmzentrums meist rotiert, das Experiment eines „magischen Dreiecks“ steht noch aus. Portugal-Experten sind aber im Grunde alle drei. Für Paciencia und Silva bedeutet der Auftritt auf der Iberischen Halbinsel schließlich eine Reise in die Heimat, der Niederländer Dost wiederum spielte die letzten drei Jahre bei Sporting Lissabon.

Abwehrchef Hasebe und Torwart Trapp fallen aus

„Gegen portugiesische Mannschaften ist es nie einfach“, warnte Silva. Zumal das Fehlen von Abwehrchef Makoto Hasebe (Gehirnerschütterung) und das Hinrunden-Aus für Nationaltorhüter Kevin Trapp (Schulter-OP) schmerzen.

Sollten sich Dost, Silva und Paciencia allerdings weiter so treffsicher zeigen, werden die Ausfälle schon bald zu einer Randnotiz. Auch das kennt Hütter ja bereits aus dem Vorjahr.